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Letztes Spitzenspiel

FCB will auch Bayer distanzieren

Vorhang auf zum letzten Spitzenspiel! Wenn der FC Bayern am Samstag in der Allianz Arena den Tabellen-Dritten Bayer Leverkusen empfängt (ab 15.15 Uhr im FCB-Liveticker und im Webradio bei FCB.tv), kommt es zum letzten Duell des Rekordmeisters mit einem der direkten Titelkonkurrenten. Nach zwei Remis gegen Bremen und Hamburg sowie einem Sieg gegen Schalke könnte der FCB mit einem weiteren Erfolg den Vorsprung auf die Werkself auf neun Punkte ausbauen.

„Der ganz große Druck liegt bei Leverkusen, nicht bei uns“, weiß Bayern-Kapitän Oliver Kahn, „wir können Leverkusen aus dem Meisterrennen raus schießen.“ Zwar bedeutet ein Sieg gegen Bayer noch keine Vorentscheidung im Kampf um die Meisterschaft, doch angesichts des Restprogramms bis Saisonende - die Verfolger spielen fast alle noch untereinander - wäre das auf jeden Fall ein großer Schritt Richtung 21. Meistertitel.

Keine Ausrutscher mehr

„Ich hoffe, dass wir am Samstag da weitermachen, wo wir gegen Wolfsburg aufgehört haben“, setzt Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge eine Woche nach der überraschenden Pleite beim Liga-Schlusslicht Energie Cottbus auf zusätzlichen Auftrieb durch den überzeugenden 2:0-Erfolg im Halbfinale des DFB-Pokals. „Wir müssen zeigen, dass wir in die Bundesliga die Dinge nach Hause fahren wollen. Wir dürfen uns keine Ausrutscher mehr erlauben, denn trotz des Fünf-Punkte-Vorsprungs ist es weiterhin eng.“

„Der Sieg wird sicherlich noch mal Kräfte freisetzen, um am Samstag gegen Leverkusen einen Mitkonkurrenten vielleicht etwas auf Distanz halten zu können“, hofft auch Trainer Ottmar Hitzfeld auf die positive Wirkung des Finaleinzugs. Allerdings wissen der „General“ und seine Spieler auch, dass die Aufgabe gegen die Werkself ungleich schwerer wird als gegen Wolfsburg.

Hitzfeld erwartet Schwerstarbeit

„Das ist eine offensive Mannschaft, die einen sehr guten Ball spielt. Ich glaube schon, dass es ein sehr schweres Spiel wird“, meinte Miroslav Klose, der nach seinem Treffer gegen Wolfsburg nun auch in der Bundesliga seine Treffsicherheit unter Beweis stellen will. Und Franck Ribéry meinte: „Leverkusen ist ein starker Konkurrent. Sie werden bestimmt einen oder drei Punkte mitnehmen wollen. Wir müssen einfach genauso spielen wie gegen Wolfsburg“

„Leverkusen spielt eine sehr erfolgreiche Saison, die Mannschaft hat sehr viel Potenzial“, warnte Hitzfeld am Freitag vor dem Abschlusstraining in München. „Wenn man sie spielen lässt, können sie jede Mannschaft an die Wand spielen“, so Hitzfeld, der gegen die Rheinländer ein kompaktes Auftreten seines Teams forderte. „Da wartet Schwerstarbeit auf uns.“

Skibbe hofft auf einen Punkt

Umso erfreuter zeigte sich Hitzfeld, dass er rechtzeitig zum Spitzenspiel wieder auf den in der Bundesliga zuletzt gesperrten Mark van Bommel zurückgreifen kann. „Er ist ein wichtiger Leader, der die Mannschaft puscht. Ich bin froh, dass er wieder zur Verfügung steht.“ Auch der im Pokal gesperrte Luca Toni wird wieder in die Startelf zurück kehren. Verzichten muss Hitzfeld dagegen auf den gesperrten Christian Lell und den angeschlagenen Willy Sagnol.

„Ein Punkt ist das, was wir mitnehmen wollen“, hat Leverkusens Trainer Michael Skibbe für seine in dieser Saison stark aufspielende Mannschaft als Ziel ausgegeben. Zwar wollen seine Spieler die seit über 18 Jahren andauernde Siegflaute in München endlich beenden (Simon Rolfes: „Jede Serie reißt einmal, jetzt wird’s Zeit“), doch Skibbe bleibt realistisch: „Die Bayern sind herausragend und stabil, daran wird sich auch die nächsten Spieltage nichts ändern. Uns fehlt dazu die Konstanz.“

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