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'Ein Kandidat für Löw'

Führt Lells Weg bis ins DFB-Team?

Nein, damit hat Christian Lell nicht gerechnet. Dass sein Trainer Ottmar Hitzfeld eine hohe Meinung von ihm hat, das wird ihm bereits klar gewesen sein. 32 Pflichtspieleinsätze hat er in dieser Saison bereits auf dem Buckel - mehr als alle anderen Außenverteidiger im Kader des FC Bayern. Aber dass Hitzfeld ihn sogar mit der Nationalmannschaft in Verbindung bringen würde, das hat er wohl nicht erwartet.

„Da bin ich gerade erst mal ein bisschen überfordert“, sagte Lell ganz offensichtlich nach den richtigen Worten suchend, als er auf Hitzfelds Aussage angesprochen wurde. Der Bayern-Coach hatte den 23-Jährigen am Donnerstag mit folgenden Worten ausgezeichnet: „Wenn er so weitermacht, wird er sicherlich ein Kandidat für Jogi Löw.“

Lell nutzte Gunst der Stunde

„Es freut mich natürlich, wenn Ottmar Hitzfeld so was sagt“, erklärte Lell. Ambitionen in Richtung Nationalmannschaft geschweige denn Hoffnungen, im letzten Moment noch auf den Europameisterschaftszug aufspringen zu können, hat er aber nicht. „Ich versuche einfach, weiter meine Leistung zu bringen.“ Und diese waren bisher meistens überzeugend.

Lell wusste einfach, die Gunst der Stunde zu nutzen, als in der Vorrunde Willy Sagnol nach seinem Knorpelschaden komplett ausgefallen ist und sowohl Philipp Lahm als auch Marcell Jansen verletzungsbedingt einige Wochen pausieren mussten. „So bin ich zu meinen Einsätzen gekommen und habe dann auch meine Leistung bringen können“, sagte Lell.

Kölner Lehrzeit gehörte zum Prozess

Nach einer „unglaublichen Hinrunde“ hatte er sich gewünscht, „dass es so weiterläuft.“ Zuletzt fehlte Lell in der Bundesliga gegen Leverkusen nur aufgrund einer Gelb-Sperre, könnte als am Samstag in Nürnberg wieder in die Mannschaft zurückkehren. „Ich bin nicht überrascht, dass Christian bisher so viele Spiele gemacht hat“, sagte Hitzfeld.

Lell selbst sieht seinen Werdergang als fortführenden „Prozess. Ich habe mich nach Köln ausleihen lassen, um dort Erfahrungen zu sammeln.“ Von 2004 bis 2006 spielte er bei den Rheinländern in Liga eins und zwei sowie in der Regionalliga Nord. „Ich würde sagen, das ist alles in allem ein Gesamtpaket.“ Zu dem eigentlich nur noch die erste Nominierung zur Nationalmannschaft fehlt.

Für fcbayern.de berichtet: Dirk Hauser

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