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Vertrag bis 2010

Hitzfeld als Schweizer Nationaltrainer vorgestellt

Erst das Triple mit dem FC Bayern, danach die Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Mitten im „Tanz auf drei Hochzeiten“ und den Aufgaben in Bundesliga, UEFA-Cup und DFB-Pokal-Pflichten hat Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft als Nationaltrainer gestellt. Am Montag wurde der 59 Jahre alte Fußballlehrer auf einer Pressekonferenz des Schweizerischen Fussball-Verbandes (SFV) als Nachfolger des am 30. Juni scheidenden Jakob „Köbi“ Kuhn vorgestellt.

Der „General“ unterzeichnete beim Co-Gastgeber der Europameisterschaft (7. bis 29. Juni) einen Vertrag bis 2010 – Verlängerung nicht ausgeschlossen. „Ich habe zwar schon vor vier Jahren gedacht, dass die Zeit als Trainer vorbei sei. Dann kamen aber die Bayern und ich sagte wieder zu. Und jetzt kam der SFV und ich unterschrieb für zwei Jahre. Wer weiß, was 2010 ist“, sagte Hitzfeld der Schweizer Nachrichtenagentur si auf dem Zürcher Flughafen.

Henke wird nicht Assistenztrainer

Wie bei der Vorstellung zudem bekannt gegeben wurde, wird Hitzfeld mit dem bisherigen Assistenzcoach Michel Pont zusammenarbeiten. „Eigentlich hätte ich gerne meinen langjährigen Assistenten Michael Henke mit in die Schweiz genommen“, betonte Hitzfeld. Ausschlaggebend für die Wahl seines Assistenten seien die Sprachkenntnisse Ponts gewesen.

„Michael und ich sprechen nicht französisch. Weil viele Gespräche mit den Spielern vor oder während einer Partie unter Druck passieren, ist sehr wichtig, dass man sich korrekt versteht. Deshalb war für mich nach eingehenden Gesprächen mit Köbi Kuhn klar, dass Michel Pont der richtige Mann ist“, begründete Hitzfeld die Entscheidung.

Vorbereitung auf Anderlecht gestartet

In Hitzfelds Vertrag seien auch Nebenbeschäftigungen ausdrücklich geregelt, sagte SFV-Präsident Ralph Zloczower. Dies ermögliche dem Coach, auch weiterhin als TV-Co-Kommentator (Premiere) zu arbeiten. „Ich werde pro Jahr 10 bis 15 Champions-League- oder Bundesliga-Spiele am TV analysieren. In solchen Analysen entdeckt man viele taktische Einzelheiten, die auch für meine Arbeit als Nationalcoach nützlich sein können.“

Doch bis es soweit ist, will Hitzfeld mit dem FC Bayern noch möglichst viele Titel einfahren. Am Montagvormittag nahm der Rekordmeister die Vorbereitung auf das Achtelfinalhinspiel im UEFA-Cup am Donnerstag beim belgischen Meister RSC Anderlecht auf. Bis auf den leicht angeschlagenen Lucio (Adduktorenprobleme) standen Hitzfeld alle Spieler zur Verfügung.

Lucios Einsatz fraglich

Ob der brasilianische Innenverteidiger rechtzeitig für die Partie im „Constant-Vanden-Stock“-Stadion fiit wird, ist noch offen. „Da müssen wir den weiteren Verlauf abwarten“, so Hitzfeld, der sich im Anschluss an das Vormittagstraining auf den Weg nach Zürich machte. Zuvor aber warnte er noch davor, den Champions League erfahrenen Gegner zu unterschätzen.

„Anderlecht ist sicher stärker als Aberdeen. Das ist eine körperlich starke und sehr erfahrene Mannschaft, die in der Abwehr sehr kompakt und gut organisiert ist und sehr schnell kontert. Da müssen wir wie gegen Schalke sehr kompakt und diszipliniert spielen.“

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