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Letzter gegen Erster

Hitzfeld warnt vor Energie Cottbus

Am 12. Mai letzten Jahres fuhr der FC Bayern einen ungefährdeten 3:0-Sieg beim FC Energie Cottbus ein. Torschützen damals waren Roy Makaay, Daniel van Buyten und Roque Santa Cruz. Knapp zehn Monate später gastiert der Rekordmeister wieder in der Lausitz (Samstag ab 15.15 Uhr im Liveticker und im FCB.tv-Webradio), von der siegreichen Mannschaft von damals sind nach der großen Kader-Neustrukturierung im letzten Sommer aber nicht mehr viele Spieler übrig geblieben.

Christian Lell bildet da eine der wenigen Ausnahmen. „Wir müssen uns alle 100 Prozent konzentrieren, damit wir drei Punkte mitnehmen“, sagte der gebürtige Münchner einen Tag vor der Partie im erstmals in dieser Saison ausverkauften Stadion der Freundschaft. Es ist das Spiel des Tabellenletzten aus der Lausitz gegen den unangefochtenen Spitzenreiter aus München, doch mit einem Selbstläufer rechnet man beim FCB nicht - im Gegenteil.

Hitzfeld warnt

„Cottbus wird gerade läuferisch und kämpferisch sehr starke Gegenwehr leisten. Da ist ein Gegner, den man nicht unterschätzen darf“, warnte Chefcoach Ottmar Hitzfeld. „Cottbus steht mit dem Rücken zur Wand - umso gefährlicher sind sie“, blies Lell ins gleiche Horn. Energie steckt in akuter Abstiegsgefahr und braucht jeden Punkt für das Ziel Klassenerhalt. „Das wird schwierig für uns. Cottbus wird auf diese Spiel brennen“, ist sich Mark van Bommel sicher.

Ein weinig „gebrannt“ hat es am Freitagnachmittag auch beim FC Bayern. Nach dem Abschlusstraining suspendierte Hitzfeld Martin Demichelis, weil der Argentinier sich geweigert hatte, in Cottbus wieder als zentraler Mittefeldspieler aufzulaufen. „Es ist okay, wenn hier ein bisschen Wirbel entsteht, damit die Mannschaft wachgerüttelt wird und wir den Gegner am Samstag sehr ernst nehmen", sagte der Bayern-Coach.

Anderlecht als Schuss vor den Bug

Zudem erhofft sich Hitzfeld von seiner Mannschaft eine Art Trotzreaktion nach der 1:2-Schlappe am Mittwoch gegen Anderlecht. „Anderlecht war ein Schuss vor den Bug. Wir müssen in Cottbus 20 bis 30 Prozent mehr Anspannung haben, um erfolgreich zu sein.“ Lell erwartet, dass die Mannschaft jetzt sogar „noch konzentrierter“ sein wird: „Wir wollen da nichts anbrennen lassen.“

Nachdem sich am Mittwoch keiner der eingesetzten Spieler so richtig aufdrängen konnte, wird Hitzfeld beim Tabellenletzten sicherlich wieder ordentlich rotieren. Neben dem suspendierten Demichelis und dem zum letztmals gesperrten Van Bommel kann Trainer Hitzfeld aus dem Vollen schöpfen.

Cottbus hat nichts zu verlieren

Ähnlich geht es Energie-Coach Bojan Prašnikar, der seine Mannschaft klar in der Außenseiterrolle sieht, sich aber eine zusätzliche Motivation durch das ausverkaufte Stadion erhofft: „Wir haben nichts zu verlieren gegen die derzeit stärkste Mannschaft Deutschlands, aber viel zu gewinnen."

Der Kader der Bayern: Kahn, Rensing, Lell, Lahm, Jansen, Lucio, Van Buyten, Breno, Altintop, Sosa, Ottl, Zé Roberto, Kroos, Schweinsteiger, Ribéry, Toni, Klose, Podolski

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