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Liga-Torflaute beendet

Miroslav Klose macht die Bayern froh

Eigentlich hätte Miroslav Klose keinen Grund gehabt, kommentarlos die Mixed-Zone der Veltins-Arena in Richtung Mannschaftsbus zu durchschreiten. Vielleicht war es von ihm auch gar nicht so beabsichtigt, denn just in diesem Moment hatten sich alle Medienvertreter um den bestens gelaunten und fast schon euphorisch referierenden Uli Hoeneß geschart. Dabei wäre es sicherlich interessant gewesen zu erfahren, wie Klose selbst die Spiel entscheidende Szene in der 14. Minute gesehen hat.

Nach einer tollen Kombination über mehrere Stationen und einer scharfen Hereingabe von Franck Ribéry bugsierte Klose den Ball aus zwei Metern mit dem Bauch über die Linie. Es war das Tor des Tages, das dem FC Bayern den ersten Sieg beim FC Schalke 04 seit zehn Jahren bescherte und den 21. deutschen Meistertitel wieder einen großen Schritt näher brachte.

Klose aktuell bester Bundesliga-Torjäger

So weit zur Bedeutung dieses Treffers für den Rekordmeister. Dass ihn ausgerechnet Klose erzielt hat, war an diesem Nachmittag sicherlich mehr als das berühmte Tüpfelchen auf dem I. „Wir brauchen Miros Tore für unsere Ziele“, sagte FCB-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge kürzlich.

Für Klose, der schon im Hinspiel gegen die „Knappen“ getroffen hatte und jetzt mit 107 Treffern in 229 Spielen der aktuell erfolgreichste Bundesligaspieler ist, bedeutete sein zehnter Saisontreffer nämlich das Ende einer mittleren Durststrecke. Zuletzt hatte er am 24. November im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg getroffen, danach in 647 Bundesliga-Minuten nicht mehr.

Hoeneß war nicht unzufrieden mit Klose

„Eine Torflaute hat jeder Stürmer mal“, weiß Ottmar Hitzfeld. Der Bayern-Coach dürfte sich bestimmt besonders gefreut haben dürfte, dass Klose das Tor für diesen Big-Point erzielt hat. „Ich freue mich für ihn“, sagte Hoeneß, der Klose nicht nur an seiner Torquote beurteilen will: „Das ist immer eine Sache der Medien, so was hochzuspielen. Miro hat auch die letzten Spiele nie schlecht gespielt. Er ist immer viel gelaufen und hat viel für die Mannschaft gearbeitet.“

„Klose wird sehr eng markiert, die Gegner wissen, was er für Stärken hat“, sagte Hamit Altintop schon vor dem Spiel gegen Schalke und war sich sicher: „Man hat als Torjäger nun mal Phasen, in denen jeder Schuss reingeht und dann läuft es mal nicht so gut. Aber er wird seine Tore schon wieder machen. Da muss man auch gar nicht viel drüber reden.“

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