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'Aktive Erholung'

Mit Spaßtraining in den Saisonendspurt

Wer am Montag beim Training des FC Bayern an der Säbener Straße zugeschaut hat, der könnte fälschlicherweise den Eindruck gewonnen haben, die Mannschaft von Ottmar Hitzfeld bereitet sich bereits jetzt schon intensiv auf die Urlaubszeit am Strand vor. Statt Fußball auf die großen Tore zu spielen, vergnügten sich Franck Ribéry und Co. abwechselnd bei Fußballtennis und Basketball - und hatten für alle Zuschauer deutlich hörbar einen Riesenspaß dabei.

„Wir haben seit der Winterpause fast nur englische Wochen gehabt, da tut so ein Tag mal gut“, sagte Nationalspieler Philipp Lahm über den „lockeren“ Trainingstag. Der hatte für ihn und seine Kollegen zunächst mit speziellen Übungen im Kraftraum begonnen und endete dann beim Spaßkick auf dem Platz.

Ein spezielles Regenerationsprogramm

„Das ist ein nettes Spiel, ich mach’ das gerne“, sagte Ribéry, der sich, als alle anderen schon in der Kabine verschwunden waren, noch ein Fußballtennis-Duell mit Daniel van Buyten lieferte. Wer gewonnen hat? „Ich natürlich, wie immer“, sagte der Franzose lächelnd - und freute sich schon auf die Siegprämie: Eine Einladung von Van Buyten zum Essen.

Keine Frage - die Stimmung bei den Bayern ist in diesen Tagen bestens. Trotz der eher schwachen Vorstellung am Samstag beim 1:1 in Nürnberg konnte der Sieben-Punkte-Vorsprung auf die Konkurrenz gewahrt werden. Die Ausgangslage für den Meisterschaftsendspurt ist bei noch fünf Heimspielen und nur noch drei Auswärtspartien nahezu ideal. So beschlossen Ottmar Hitzfeld und sein Trainergespann, diese Woche mit „aktiver Erholung“ anzugehen, wie Co-Trainer Michael Henke im Gespräch mit fcbayern.de berichtete: „Das war heute ein ganz spezielles Regenerationsprogramm.“

Ribéry warnt vor Getafe

Schon am Dienstag werden die Trainingsinhalte der Bayern-Profis aber wieder ganz anders aussehen. „Ab morgen werden wir den Schalter wieder umlegen und die Spannung hochfahren“, erklärte Henke. Ab dann werden Hitzfeld und seine Assistenten die Mannschaft ganz gezielt auf das UEFA-Cup-Viertelfinale gegen den FC Getafe am Donnerstagabend in der Allianz Arena vorbereiten.

Ein nicht zu unterschätzender Gegner, wie Ribery meinte: „Wer so lange im Wettbewerb vertreten ist, muss gut sein.“ Der 24-Jährige nutzte das Treffen der französischen Nationalspieler in der letzten Woche, um sich bei Lilian Thuram und Thierry Henry über den nächsten Gegner zu erkundigen. Beide spielen in Spanien beim FC Barcelona und haben Ribéry sicherlich interessante Infos über den derzeitigen Tabellenzwölften der Primera Division geben können.

Podolski noch fraglich

„Sie haben mir erzählt, dass Getafe ein technisch gutes Team hat, und dass es schwierig sei, bei Ihnen zu spielen. Deswegen ist es wichtig für uns, dass Heimspiel zu gewinnen und am besten auch kein Gegentor zu kassieren“, sagte Ribéry und versprach schon mal den Zuschauern: „Wir werden angreifen und nach vorne spielen.“

Ob Lukas Podolski dabei mithelfen kann, ist laut Henke noch „fraglich“. Der Torschütze zum 1:1 in Nürnberg konnte am Montag aufgrund eines geschwollenen Knöchels nicht trainieren und wurde stattdessen intensiv behandelt. „Wir müssen jetzt mal abwarten, ob Lukas morgen oder spätestens am Mittwoch beim Abschlusstraining wieder dabei ist“, sagte Henke.

Sagnol muss Geduld haben

Keine Gefahr besteht dafür für den Einsatz von Martin Demichelis. Der Argentinier fehlte in Nürnberg aufgrund einer leichten Schädelprellung, nahm am Montag aber trotz deutlich sichtbaren „Veilchen" über dem linken Auge wieder am Training teil. „Er hat alles mitgemacht, von daher sollte es mit ihm keine Probleme geben“, sagte Henke.

Willy Sagnol dagegen wird sich noch ein paar Tage länger in Geduld üben müssen. Der Franzose erhielt nach einem dreifachen Bandscheibenvorfall eine Spritzenkur von Bayern-Doc Müller-Wohlfahrt verabreicht und kann aktuell nur Lauftraining absolvieren. Sagnol hofft, in der nächsten Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen zu können und absolvierte dafür am Montag sogar eine Extraschicht am Nachmittag.

Für fcbayern.de berichtet: Dirk Hauser

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