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Anderlecht, Eiskübel, Karlsruhe

Mit UEFA-Cup-Schwung zum 1. Rückrundenheimsieg

Das Spiel in Anderlecht war keine 10 Minuten alt, als die Bayern noch an der Stätte des 5:0-Triumphes die Vorbereitung auf die nächste Aufgabe aufnahmen. Mit Auslaufen auf dem Platz sowie Dehnungsgymnastik, Massagen und Eiskübel-Bädern in ihrer Kabine starten die Münchner umgehend ein intensives knapp einstündiges Regenerationsprogramm für das Bundesliga-Heimspiel am Samstagnachmittag gegen den Karlsruher SC. „Wir genießen natürlich diesen Sieg, konzentrieren uns aber jetzt gleich wieder auf die Bundesliga“, betonte Abwehrmann Daniel van Buyten.

Nicht mal 43 Stunden nach dem Schlusspfiff im Constant Vanden Stock-Stadion geht es für den FCB im Meisterkampf schon weiter. Einen zu großen Kräfteverschleiß durch das Spiel in Anderlecht erwarten die Beteiligten aber nicht, denn zu deutlich war am Ende die Überlegenheit und Trainer Ottmar Hitzfeld konnte es sich erlauben, weitere Spieler zu schonen.

Strategische Bedeutung des Anderlecht-Siegs

„Der klare Sieg im UEFA-Cup kommt uns aus strategischen Gründen entgegen. Wir haben unglaublich viele Spiele im UEFA-Cup. Jetzt können wir uns voll auf Bundesliga und DFB-Pokal konzentrieren“, ordnete Kahn das 5:0 gegen Anderlecht ein. Der Kapitän hatte in Belgien selbst eine „mentale Pause“ erhalten und verfolgte sicherlich genüsslich das Schützenfest seiner Kollegen am Fernseher.

Kahn ist sich sogar sicher: Das Spiel in Anderlecht wird dem FCB im Meisterrennen weiter Schwung geben. „Das Selbstvertrauen, das man sich in so einem Spiel holt, kann man mitnehmen; die Überzeugung, dass man gegen uns momentan nur ganz schwer ein Tor erzielen kann“, führte der Kapitän am Freitagmittag an der Säbener Straße aus.

Kahn warnt vor seinem Ex-Klub

Schwung, den die Bayern am Samstagnachmittag gut gebrauchen können. Zum einen, weil sie in der Bundesliga immer noch auf den ersten Rückrundenheimsieg warten. Sowohl gegen Bremen als auch gegen den HSV gab es in diesem Jahr ein 1:1-Unentschieden. Zum anderen gastiert mit dem KSC die Überraschungsmannschaft der laufenden Saison in der Allianz Arena. Platz fünf belegen die Badener in der Tabelle – und das als Aufsteiger. Im Umfeld des Klubs träumt man bereits von UEFA-Cup-Spielen in der nächsten Saison.

„Der KSC ist absolut topdrauf. Die Mannschaft hat gar nichts zu verlieren. Sie sind voller Selbstvertrauen. Für die gibt es doch nichts Schöneres, als uns den einen oder anderen Punkte abzuluchsen“, warnte der Schlussmann vor seinem Ex-Klub, von dem er 1994 nach München gewechselt ist: „Sie haben das Potenzial, bis zum Saisonende Platz fünf zu halten.“

Zé Roberto fehlt immer noch

Für Kahn aber auch für Trainer Hitzfeld ist der KSC sogar einer der schwersten Gegner, die in der Rückrunde in die Allianz Arena kommen. „Morgen wird es sicherlich ein ganz anderes Spiel für uns als in Anderlecht“, sagte Hitzfeld, der den Aufsteiger sogar „eine Klasse stärker“ als den belgischen Rekordmeister einschätzt: „Sie haben Euphorie. Sie haben in dieser Saison Sensationelles geleistet und wollen sicherlich weiter von sich reden machen. Das macht sie so gefährlich.“

„Wenn man deutscher Meister werden will, muss man sich sehr schnell wieder auf das Alltagsgeschäft konzentrieren“, forderte der Trainer daher von seiner Mannschaft. Drei Punkte gegen den KSC wären sicherlich ein weiterer wichtiger Schritt zum Titelgewinn. Verzichten muss Hitzfeld dabei weiterhin auf Zé Roberto (Grippe) und Mark van Bommel (Sperre), Martin Demichelis ist noch fraglich. Sicherlich wird der „General“ wie schon in den letzten beiden Spielen auch diesmal einige Umstellungen in der Startelf vornehmen.

KSC ohne Kapitän

Beim KSC fehlt Kapitän Mario Eggimann gelbgesperrt, Godfried Adoube leidet weiter an Adduktorenproblemen. Mit von der Partie ist sicherlich Andreas Görlitz, der vom FCB nach Karlsruhe ausgeliehen ist und eventuell nach dieser Saison wieder nach München zurückkehren wird. „Für uns ist es wichtig, dass wir unser Spiel spielen, kompakt stehen und konzentriert weiter machen, dann hab ich da keine Bedenken“, sagte Hamit Altintop.

Für fcbayern.de berichtet: Dirk Hauser

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