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Doppeltes Jubiläum

Mit vier Bayern gegen EM-Gastgeber Schweiz

Mit vier Spielern des FC Bayern wird die deutsche Nationalmannschaft am Mittwochabend ihr doppeltes Jubiläumsspiel gegen die Schweiz bestreiten. 100 Jahre nach dem ersten Länderspiel am 5. April 1908 gegen die Eidgenossen werden mit Philipp Lahm, Marcell Jansen, Bastian Schweinsteiger und Miroslav Klose vier Akteure des Rekordmeisters in der Startelf der DFB-Auswahl stehen, die zugleich auch ihr 50. Duell gegen den EM-Mitgastgeber bestreitet.

„Es ist der letzte große Test, da kann jedes Land noch einmal zeigen, welche Ansprüche es stellen kann für das Turnier“, sagte DFB-Kapitän Michael Ballack vor der Partie im ausverkauften St. Jakob-Park von Basel, dem letzten Testspiel vor Bekanntgabe des EM-Kaders. So soll gegen den Nachbarn nicht nur das Ergebnis stimmen wie zuletzt beim 3:0 gegen Österreich. „Es ist ein sehr gutes Testspiel, um Selbstvertrauen zu tanken“, meinte Ballack.

'Schweini' muss zulegen

Wie schon am Wochenende im Spitzenspiel gegen Bayer Leverkusen werden Lahm und Jansen voraussichtlich auch in der DFB-Elf die Flügelzange in der Viererkette bilden. Auf der linken Mittelfeldseite soll Schweinsteiger seine Ansprüche auf einen Stammplatz untermauern. „Wir zweifeln nicht an den Qualitäten von Schweinsteiger“, erklärte Löw, „aber Bastian weiß, dass er zulegen muss.“

Ein Luxusproblem bietet sich Löw im Angriff. „Hier haben wir viele Möglichkeiten“, frohlockte der Bundestrainer angesichts der Qual der Wahl zwischen Miroslav Klose, Mario Gomez, Kevin Kuranyi und Lukas Podolski. Letzterer wird wohl gemeinsam mit Kuranyi zunächst auf der Bank Platz nehmen, Klose, mit 37 Länderspieltreffern der erfolgreichste Schütze im DFB-Aufgebot, wird gemeinsam mit dem Stuttgarter Gomez auf Torejagd gehen.

Schweizer ohne Furcht

Rund 70 Tage vor Beginn der Euro 2008 sieht Löw im EM-Mitgastgeber sogar einen Mitfavoriten auf den kontinentalen Titel 2008: „Es muss erstmal eine Mannschaft kommen, die die Schweiz in ihrem Land, in ihrem Stadion aus dem Wettbewerb wirft.“ Ein Kompliment, mit dem der Schweizer Nationaltrainer Köbi Kuhn, der nach der EM vom scheidenden Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld abgelöst wird, gerne entgegen nimmt. „Damit kann ich gut leben und auch gut schlafen. Selbstverständlich haben wir Ambitionen. Nur dabei zu sein, reicht uns nicht.“

Und so gehen die Alpenkicker durchaus selbstbewusst in das Duell mit dem WM-Gastgeber von 2006. „Wir werden uns nicht fürchten“, erklärte der Wolfsburger Diego Benaglio, auch wenn sich an den letzten Sieg gegen Deutschland nur noch die Rentner erinnern: Am 21. November 1956 gewann die Schweiz in Frankfurt/Main mit 3:1. Seitdem gab es in 17 Spielen nur noch zwei Unentschieden - und 15 Niederlagen. „Wir werden alles daran setzen, diese Statistik aufzubessern“, betonte Leverkusens Tranquilo Barnetta.

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