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'Wunderbares Spiel'

Schweinsteiger eröffnet neue Alternativen

Bastian Schweinsteigers treuester Freund war am Dienstag der Ball. Seine Mitspieler hatten sich längst in die Kabine getrollt, da stand der 23-Jährige noch immer auf dem Trainingsplatz, ein halbes Dutzend Bälle hatte er um sich versammelt. Schweinsteiger schoss noch ein paar Freistöße, dann verschwand auch er in der warmen Kabine. „Ab und zu“ lege er solche Extraschichten ein, erzählte er später, „ganz nach Gefühl“. Das Gefühl von Bastian Schweinsteiger - so viel ließ er durchblicken - ist zurzeit gut.

In sechs der letzten sieben Spiele gehörte der Blondschopf zur Startformation des FC Bayern, zuletzt beim Sieg auf Schalke kam er sogar auf seiner „Lieblingsposition“ - so nannte er sie schon vor längerem - zum Einsatz: zentral und offensiv im Mittelfeld. „Ich fühle mich wohl auf dieser Position“, sagte er jetzt.

Überzeugend auf Schalke

Das ist ihm auch auf dem Platz anzumerken. Als zentrale Anspielstation und Ballverteiler mit Blick für seine Mitspieler kann er dort seine Qualitäten am besten ausspielen. Auf Schalke leitete er mit einem genau getimten Pass auf Franck Ribéry den 1:0-Siegtreffer ein. Aber auch in der Rückwärtsbewegung wusste er in Gelsenkirchen zu überzeugen: als bissiger und unermüdlicher Zweikämpfer.

Für Uli Hoeneß lieferte Schweinsteiger auf Schalke „ein wunderbares Spiel“ ab. „Er hat seine Sache gut gemacht“, meinte der FCB-Manager. Für die Rolle zentral hinter den Spitzen sei Schweinsteiger künftig „eine Option. Er hat sehr viel aus dieser Rolle gemacht. Das wird Ottmar Hitzfeld sicherlich zu denken geben.“

Ausbildung hinter den Spitzen

Schon zum Ende der Hinrunde der vergangenen Saison, damals noch unter Trainer Felix Magath, ist Schweinsteiger hinter den Spitzen zum Einsatz gekommen. Auch in der deutschen Nationalmannschaft hat der Rechtsfuß hier schon ein paar Mal gespielt. Jetzt sagte er: „Ich fühle mich reif für diese Position.“

Dass Schweinsteiger in der Mittelfeldzentrale entscheidende Akzente setzen kann, ist keine neue Erkenntnis. Schon in der Bayern-Jugend hat er auf dieser Position gespielt und 2002 mit der U19 die Deutsche Meisterschaft gewonnen. Im Finale war er damals der beste Mann auf dem Platz. „Ich bin ausgebildet als zentraler Mittelfeldspieler“, erzählte er, „erst bei den Profis bin ich auf die Seite ausgewichen.“ Verlernt hat er dadurch aber nichts.

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