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FCB feiert noch nicht

'Ab jetzt ist St. Petersburg wichtig'

Als der Schlusspfiff ertönte, rissen die Bayern nur kurz die Arme in die Höhe. Durch den 4:1-Sieg gegen den VfB Stuttgart ist ihnen die Meisterschaft zwar nur noch theoretisch zu nehmen, doch die nächste Aufgabe warf bereits ihre Schatten voraus. Der Jubel fiel daher noch nicht ganz meisterlich aus. „Ab jetzt ist St. Petersburg wichtig“, sagte Mark van Bommel angesichts des Halbfinal-Rückspiels im UEFA-Cup gegen Zenit St. Petersburg am kommenden Donnerstag. „Alle Augen und Köpfe sind auf Donnerstag gerichtet und nicht auf die Meisterschale.“

Konkret sah das dann so aus: Nach lautstarkem, aber nur kurzem Jubel in den beiden Fankurven begannen die Bayern noch in der Kabine mit der Regeneration. Zum „Auslaufen“ setzten sich die Spieler aufs Fahrrad, zudem standen Massage, eine Spritzkur und Kalt-Wasser-Bäder auf dem Programm.

Mannschaft lehnt Feier ab

„Feiern ist nicht angesagt. Wir haben am Donnerstag ein ganz wichtiges Spiel, darauf müssen wir uns konzentrieren“, sagte Ottmar Hitzfeld, der die Partie in der ehemaligen russischen Zarenstadt als „eines der wichtigsten Spiele der letzten acht Jahre“ bezeichnete.

Nicht einmal ein gemeinsames Abendessen wollten sich die Spieler gönnen. „Wir hatten die Mannschaft gefragt, ob wir - für den Fall, dass wir heute gewinnen - spontan eine kleine Feier machen sollen“, erzählte Uli Hoeneß, „das haben die Spieler abgelehnt, weil sie sich 100-prozentig auf das Spiel am Donnerstag konzentrieren wollen. Das hat mir gut gefallen.“

Kein Bier und Champagner

„Wir wissen genau, was wir am Donnerstag zu tun haben. Deswegen muss man professionell denken und das Bier und den Champagner stehen lassen“, sagte Van Bommel. Frühestens am kommenden Sonntag in Wolfsburg wollen die Bayern die Korken knallen lassen. „Wir wollten heute nicht feiern, weil wir am Donnerstag ein schweres Spiel haben. Das werden wir wahrscheinlich am nächsten Sonntag nachholen“, erzählte Karl-Heinz Rummenigge.

Franck Ribéry, der gegen Stuttgart geschont wurde und nur zu einem Teileinsatz kam, fand es sogar „wichtig, dass wir heute nicht gefeiert haben.“ Nach dem Spiel gegen Stuttgart machte sich der Franzose wie alle Bayern wie nach jedem Heimspiel auf den Weg nach Hause. Eine gemeinsame Feier ist verschoben. Ribéry betonte: „Unser Ziel ist St. Petersburg.“

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