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Pokal-Inside

BVB mit vier Keepern, aber ohne Degen

Im DFB-Pokalfinale gegen den FC Bayern plagen Borussia Dortmund Personalsorgen. Rechtsverteidiger Philipp Degen hat sich beim Bundesligaspiel gegen Hannover unter der Woche einen Anriss des Syndesmosebandes im rechten Bein zugezogen und fällt rund zwei Wochen aus. Sein Ersatzmann Antonio Rukavina ist nach überstandener Zehenverletzung aber wohl einsatzbereit. Fragezeichen gibt es zudem auf der Torhüterposition. Stammkeeper Roman Weidenfeller (Bänderverletzung im Knie) fällt sicher aus, Ersatzmann Marc Ziegler (Knieprobleme) ist fraglich. Deswegen nahm Trainer Thomas Doll auch Regionalliga-Keeper Marcel Höttecke, der zuletzt auch gegen Hannover im Tor stand, sowie Routinier Alexander Bade mit nach Berlin.

DFB-Pokal überflügelt FA-Cup
Der DFB-Pokal wird immer attraktiver. Das 2008er Endspiel an diesem Samstag zwischen Borussia Dortmund und Bayern München beschert dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) die Rekordeinnahme von 9,8 Millionen Euro brutto. Das ist rund eine Verzehnfachung gegenüber dem ersten Finale 1985 am festen Endspiel-Standort Berlin, als 1,8 Millionen Mark erwirtschaftet worden waren. „In Deutschland ist die Werthaltigkeit des DFB-Pokals extrem gestiegen“, sagte Bayern-Manager Uli Hoeneß am Freitag in Berlin. „Die Zuschauer respektieren ihn als vollwertigen Wettbewerb.“ Das beweist auch eine Langzeitstudie, die der Sportrechte-Vermarkter Infront in Auftrag gegeben hat. Demnach hat der DFB-Pokal in der Gunst der europäischen Fußball-Fans inzwischen sogar den englischen FA-Cup überflügelt. 85 Prozent der Befragten bezeugten Interesse am DFB-Pokal. Der FA-Cup erreichte 81 Prozent Interesse.

Knut Kircher an der Pfeife
FIFA-Referee Knut Kircher aus Rottenburg pfeift am Samstagabend das Endspiel im DFB-Pokal zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern im Berliner Olympiastadion. Der 39-jährige Maschinenbauingenieur leitete in der laufenden Saison bereits zwei Partien mit Beteiligung des Rekordmeisters, der sowohl in Leverkusen (1:0) als auch zuhause gegen den VfL Wolfsburg (2:1) als Sieger den Platz verließ. Kirchers Assistenten heißen Jan-Hendrik Salver (Stuttgart) und Volker Wezel (Tübingen), das Team wird durch den vierten Offiziellen Markus Schmidt (Stuttgart) komplettiert.

Pokalübergabe durch Bundespräsident Köhler
Bundespräsident Horst Köhler wird nach dem Endspiel um den DFB-Pokal am Samstagabend im Berliner Olympiastadion zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund die Trophäe an das siegreiche Team überreichen. Auch Bundestrainer Joachim Löw, der beim Cup-Finale seine Kandidaten für den EM-Kader live beobachten will, wird an der Seite des deutschen Staatsoberhauptes an der Zeremonie teilnehmen.

Wieder Fan-Meile in Berlin
Bei den Endspielen um den DFB-Pokal soll in Berlin auch die WM-Stimmung in der deutschen Hauptstadt wieder aufleben. Am Samstag um 10.00 Uhr öffnet erneut die legendäre Fan-Meile am Brandenburger Tor, die an den Tagen der WM 2006 rund neun Millionen Fans angelockt hatte. Bei der Neuauflage des Straßen-Fanfestes werden auf drei Großbildleinwänden zunächst das Frauen-Endspiel zwischen dem 1. FFC Frankfurt und dem 1. FC Saarbrücken (16.30), anschließend dann das Männer-Finale zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund (20.00) live übertragen. Aus Anlass des Pokalfinales waren im Vorjahr an drei Tagen des Pfingstwochenendes rund 300.000 Fans zur Fanmeile geströmt. Die eintägige Fanmeile in diesem Jahr ist bis Mitternacht geplant.

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