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Gegen einen 'guten Freund'

Demichelis heiß auf Getafe und eine 'Ente'

Es war nicht allein die bläuliche Schwellung rund um das linke Auge, es war auch das deutliche Horn darüber, das am Dienstag alle Blicke auf sich zog. Als „enorm“ bezeichnete Martin Demichelis selbst auf einer Pressekonferenz die Folgen eines Zusammenpralls mit seinem Mannschaftskameraden Gabriel Heinze beim Länderspiel Argentiniens in Ägypten letzte Woche. „Wir wollten beide den Ball wegköpfen, leider haben wir uns selbst getroffen“, erzählte „Micho“.

Trotz „Veilchens“ war der 27-Jährige gut gelaunt. Denn am Donnerstag im UEFA-Cup-Viertelfinale gegen den FC Getafe kann er wieder mitspielen. Am vergangenen Wochenende in Nürnberg war Demichelis noch ausgefallen - ganz im Gegensatz zu Heinze übrigens. Der Abwehrspieler von Real Madrid konnte am Sonntag beim 3:1-Sieg der „Königlichen“ gegen den FC Sevilla spielen und köpfte sogar den 1:0-Führungstreffer. „Er hat nichts davongetragen. Ich habe ihn am Hinterkopf getroffen“, berichtete Demichelis.

Gewarnt vor Getafe

Gut 20 Kilometer südlich von Real Madrids Estadio Santiago Bernabéu steht das Coliseum Alfonso Pérez, das Stadion des FC Getafe. Nächste Woche werden die Bayern dort auflaufen, zunächst steht aber das Hinspiel in München auf dem Programm, und das bereitet Demichelis derzeit mehr Kopfzerbrechen als sein „Veilchen“. „Für mich ist Getafe eine der besten Mannschaften, die noch im Wettbewerb sind“, meinte der Innenverteidiger.

Im Fernsehen habe er schon Spiele der Spanier gesehen, detailliert wird „Micho“ wie alle anderen FCB-Profis auch am Mittwoch in einer Video-Analyse den UEFA-Cup-Gegner kennen lernen. Schon jetzt ist Demichelis aber gewarnt. Trotz der verlorenen Generalprobe am Wochenende (0:2 gegen Osasuna) reise Getafe sicherlich „super motiviert“ nach München, meinte er. „Sie kommen nicht nach München, nur um mitzuspielen - sie wollen weiterkommen.“

Extra-Motivation für Demichelis

Der Druck im Hinspiel liegt ganz auf Seiten des FC Bayern, weiß Demichelis. „Getafe hat nichts zu verlieren.“ Umso mehr gelte es, auf der Hut zu sein. Der FCB müsse „total aggressiv, hoch konzentriert und hoch motiviert“ auftreten und am besten „ein schnelles Tor machen“, meinte der Abwehrspieler. „Es wird nicht einfach, aber wir haben großes Selbstvertrauen. Wir müssen auf dem Platz zeigen, was wir können.“

Dass der FC Bayern den UEFA-Cup gewinnen will, das hat Demichelis einem Spieler von Getafe bereits erzählt. Roberto Abbondanzieri, genannt Pato („Ente“), steht im Tor der Spanier und der argentinischen Nationalmannschaft. Mit „seinem guten Freund“ habe er beim Länderspiel natürlich über das Duell gesprochen und auch eine kleine Wette abgeschlossen. Umso heißer wird Demichelis sein, gegen seinen Landsmann vielleicht sein erstes UEFA-Cup-Tor zu erzielen, am besten per Kopf. Sein „Horn“ könnte dem Ball den entscheidenden Drall verleihen.

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