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DFB-Pokal 2007/08

Der Weg des FC Bayern ins Finale

Der Wettbewerb hatte eigentlich noch gar nicht richtig angefangen, da waren die Bayern schon fast wieder draußen. In der ersten Runde musste der Rekordpokalsieger zu Drittligist Wacker Burghausen und tat sich unerhört schwer. Trotz eines Torschussverhältnisses von 34:3 hieß es nach 120 Minuten nur 1:1, das Elfmeterschießen musste entscheiden. Wackers Palionis hätte als sechster Schütze nur treffen müssen und die Sensation wäre perfekt gewesen. Doch Kapitän Oliver Kahn hielt sowohl seinen Strafstoß als auch den folgenden von Mayer – und die Bayern standen nach einem 4:3 in Runde zwei.

Dort bekam es der FC Bayern mit Borussia Mönchengladbach zu tun. Zwar hielt der Absteiger eine Halbzeit gut mit, Luca Toni sorgte aber mit einem schnellen Doppelpack nach dem Wechsel für die Vorentscheidung. Nach Ndjengs Anschlusstreffer machte schließlich Miro Klose mit seinem Tor zum 3:1-Endstand alles klar.

Lokalderby im Viertelfinale

Im ersten Pflichtspiel nach der Winterpause wurde der FC Bayern im Achtelfinale erneut von einem Drittligisten herausgefordert, in der Arena des FC Schalke ging es gegen den Wuppertaler SV. Nach einer spektakulären ersten Hälfte, in der Wuppertal zwei Mal die Führung durch Miro Klose ausgleichen konnte, ging dem WSV aber nach der Pause die Kraft aus. Daniel van Buyten und Luca Toni kümmerten sich schnell um klare Verhältnisse, den Schlusspunkt zum 5:2 setzte in seiner Heimat Gelsenkirchen Hamit Altintop.

Zu einem nervenaufreibenden Duell kam es schließlich im Viertelfinale, als der FC Bayern den zweitklassigen Stadtrivalen TSV 1860 zum 204. Münchner Derby begrüßte. Dieses Spiel hatte wirklich alles: irreguläre Treffer (durch Luca Toni), Verletzungen (Löwen-Keeper Hofmann musste nach einem Zusammenprall mit Toni raus), drei Platzverweise (Toni, B. Schwarz, Thorandt), ein nicht geahndeter (B. Schwarz an Lucio) und letztlich ein umstrittener Elfmeter in der Nachspielzeit der Verlängerung, als Pagenburg Klose an der Strafraumgrenze umsenste.

Wiedersehen mit Magath

Die Krönung: Franck Ribérys erste erfolgreiche Ausführung wurde von Schiri Gagelmann noch einmal zurückgepfiffen, doch der Franzose verwandelte auch den zweiten Versuch gnadenlos cool. Riesenjubel bei den Roten, Trauer bei den Blauen: Der FC Bayern rückte ins Halbfinale vor.

In der Vorschlussrunde gab es ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten, Ex-Trainer Felix Magath kam mit dem VfL Wolfsburg in die Allianz Arena. In einer sehr ansprechenden Partie waren die Bayern stets die bestimmende Mannschaft, vergaßen aber im ersten Durchgang das Toreschießen. Doch zwei Abwehrfehler der Gäste nutzen Miro Klose und Franck Ribéry nach einer guten Stunde für die Entscheidung und bescherten dem FC Bayern München die 16. Final-Teilnahme der Vereinsgeschichte.

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