präsentiert von
Menü
FCB - BVB

Die Stimmen zum Sieg gegen Dortmund

Wer hätte das gedacht? Drei Tage nach dem Verlängerungs-Krimi von Getafe hat der FC Bayern mit einer glanzvollen Vorstellung gegen Borussia Dortmund seinen Vorsprung an der Tabellenspitze auf zehn Punkte ausgebaut. Vor allem in der ersten halben Stunde zeigte die Mannschaft von Trainer Ottmar Hitzfeld „Fußball zum Verlieben“, wie Manager Uli Hoeneß schwärmte. Allerdings warnte er auch davor, das Ergebnis eine Woche vor dem Pokalfinale gegen den BVB in Berlin über zu bewerten. „Das wird ein ganz anderes Spiel.“

Die Stimmen im Überblick:

Uli Hoeneß: „Ich glaube, wir haben lange nicht so eine schöne halbe Stunde erlebt. Das war Fußball zum Verlieben. Bei den ersten vier Toren war jedes Tor das Eintrittsgeld wert, sie waren herausgespielt, das war kein Zufall, das war schon toll und hat uns natürlich gut getan. Wir wussten, dass die Kräfte wohl nicht für 90 Minuten reichen würden, aber die Mannschaft hat sich den Gefallen getan, die erste halbe Stunde Gas zu geben, dann war das Spiel entschieden. Aber wir sollten dieses Spiel nicht als Maßstab für das Pokalfinale nehmen, das wird ein ganz anderes Spiel. Wir haben heute einen wichtigen Schritt Richtung Meisterschaft gemacht, haben zehn Punkte Vorsprung und nur noch drei Auswärtsspiele. Ich glaube nicht, dass da noch viel passieren kann.“

Franz Beckenbauer: „Dortmund hat die Bayern spielen lassen. Und wenn man sie spielen lässt, dann sind sie natürlich nicht zu bremsen, dann machen sie auch dementsprechende Tore, so wie die ersten vier. Nach 25 Minuten war der ganze Zauber vorbei. Es war beim FC Bayern eine Bewegung im Spiel, die man in den letzten Wochen ein bisschen vermisst hat, es hat richtig Spaß gemacht.“

Ottmar Hitzfeld: „Der späte Ausgleich in Getafe hat uns geholfen, das war ein riesiger Adrenalinstoß, den wir bis heute konservieren konnten. Die Mannschaft ist mit sehr viel Freude auf den Platz gegangen, sie hat das Spiel schnell gemacht, hat den Ball laufen lassen und hatte in der ersten halben Stunde eine optimale Chancenauswertung. Aber wir wollen das Spiel nicht überbewerten. Wir wissen, dass wir ein gutes Spiel gemacht haben, dass wir auch am nächsten Samstag selbstbewusst in das Spiel gehen können.“

Thomas Doll: „Ich bin am überlegen, was wir hier in München überhaupt wollten. Nach 25 Minuten steht es 0:4. Zu wenig Engagement, zu wenig Leidenschaft, das kam einer Hinrichtung gleich. Keiner meiner Spieler hat Normalform gehabt. Wir haben alle Tugenden des Fußballs nicht an en Tag gelegt. So möchte ich meine Mannschaft nie wieder sehen. Gegen Hannover müssen wir uns anders präsentieren, als wir es heute getan haben. Ich kann mich nur bei allen Fans von Borussia Dortmund entschuldigen.“

Florian Kringe: „Das hatte von unserer Seite nichts mit Fußball zu tun, vor allen Dingen in der ersten Halbzeit. Wir waren überhaupt nicht präsent, hatten kein Zweikampfverhalten und lagen zu Recht nach 22 Minuten mit 0:4 hinten. Da war das Spiel schon gegessen. Es ist offensichtlich, dass der FC Bayern eine starke Mannschaft hat, und wenn man sie so spielen lässt, dann machen sie das auch. Das war eine Einladung. Da braucht man gar nicht mehr herfahren, dann kann man im Bett liegen bleiben.“

Weitere Inhalte