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Verfolger patzen

FCB will Vorsprung weiter ausbauen

Nach dem „Wunder von Getafe“ im UEFA-Cup wartet auf den FC Bayern nun wieder der Bundesliga-Alltag, der zugleich auch eine Art Generalprobe für das DFB-Pokalfinale am 19 April in Berlin ist. Wenn der Rekordmeister am Sonntagnachmittag Borussia Dortmund in der Münchner Allianz Arena empfängt (ab 16.45 Uhr im FCB-Liveticker und im Webradio bei FCB.tv), kommt es zum ersten von zwei Duellen mit den Westfalen innerhalb von sechs Tagen.

„Es geht um die deutsche Meisterschaft. Wir wollen drei Punkte holen“, lautete die klare Vorgabe von Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld vor der Partie mit seinem ehemaligen Verein, räumte aber auch ein: „Das Pokalfinale ist natürlich im Hinterkopf.“ Umso wichtiger sei ein Sieg gegen den Tabellen-Elften. Nicht nur, um einen weiteren Schritt Richtung 21. Meistertitel zu machen, sondern auch „um ein Zeichen für das Pokalfinale zu setzen.“

Chance nutzen

Priorität hat aber zunächst einmal die Meisterschaft, in der der FCB „so zügig wie möglich“ (Karl-Heinz Rummenigge) Richtung Titelgewinn zu marschieren. „Wir wollen gewinnen, wir wollen unseren Neun-Punkte-Vorsprung behalten. Möglicherweise sogar ausbauen, diese Chance wollen wir nutzen“, sagte der Vorstands-Chef des FC Bayern. Neun Punkte betrug der Vorsprung vor dem 27. Spieltag auf den Zweiten FC Schalke 04, der in Bremen aber mit 1:5 unterlag. So könnte mit einem Sieg gegen den BVB der Abstand gar auf zehn Punkte vergrößert werden.

Doch dazu, und das wissen beim FC Bayern alle, muss sich die Mannschaft im Vergleich zum Getafe-Spiel steigern. „Wir haben in Getafe unter unseren Möglichkeiten gespielt“, sagte Rummenigge. Auch wenn die Partie vor den Toren Madrids „ohne Frage viel Kraft gekostet hat“, müsse der Rekordmeister nun „Charakter und Moral zeigen, um das Spiel zu gewinnen.“

Zwei Gesichter

Auch Hitzfeld weiß um den Kräfteverschleiß seiner Spieler, sieht andererseits aber auch „einen Motivationsschub“ durch das Erreichen des UEFA-Pokal-Halbfinales. „Wir waren erfolgreich, konnten eine Niederlage abwenden und haben das Glück erzwungen. Das setzt Kräfte frei“, so der „General“, der eindringlich vor dem zuletzt drei Mal ungeschlagenen BVB warnte: „Das ist eine Mannschaft mit zwei Gesichtern. An einem guten Tag können sie jeden schlagen, an einem schlechten Tag verlieren sie oft, vor allem auswärts.“

Allerdings plagen die Münchner nach dem Krimi von Getafe einige Personalprobleme. Hamit Altintop (Mittelfußbruch) und Mark van Bommel (Gelb-Rot-Sperre) fehlen definitiv, fraglich sind zudem Franck Ribéry und Marcell Jansen. Immerhin gab es nach eingehender Untersuchung durch Dr. Müller-Wohlfahrt Entwarnung, beide haben keine gravierende Verletzung aus Spanien mitgebracht und werden weiterhin intensiv behandelt. Bei beiden soll erst im Laufe des Sonntags entscheiden werden, ob sie spielen können.

20 Spieler im Kader

Aus diesem Grund ist der FCB mit 20 Spielern ins Trainingslager aufgebrochen, darunter auch Daniel van Buyten, der seine Knieprobleme überstanden hat und wieder zur Vefügung steht. „Wir werden alles daran setzen, dass wir eine gute Mannschaft haben, die Dortmund zuhause schlagen wird“, so Hitzfeld, der ein „spannendes Spiel“ erwartet. „Wir freuen uns auf das erste Kräftemessen mit Dortmund innerhalb von sechs Tagen.“

Die seit 15 Spielen in München sieglosen Dortmunder wollen den FCB diesmal einen Strich durch die Rechnung machen. „Viele Teams würden gerne in dieser Woche zweimal gegen Bayern München spielen“, sagte BVB-Coach Thomas Doll und sieht in der Termingestaltung „weder Vor- noch Nachteile“: „Wir können es uns ohnehin nicht aussuchen. Das eine ist ein Meisterschaftsspiel, das andere ein Finale. Da geht es um einen Titel.“

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