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Trümmerbruch

Klose fällt gegen Meister Stuttgart aus

Die Fahrgemeinschaft von Mark van Bommel/Miroslav Klose steht derzeit unter keinem günstigen Stern. Innerhalb von fünf Tagen zogen sich beide Profis, die des öfteren gemeinsam den Weg von Grünwald zur Säbener Straße zurücklegen, einen Bruch des Nasenbeins zu. Erst erwischte es Van Bommel am vergangenen Wochenende beim DFB-Pokalfinale in Berlin, nun traf es Klose beim Halbfinal-Hinspiel des UEFA-Pokals gegen Zenit St. Petersburg.

Doch während Van Bommel auf eigene Verantwortung auf eine angeratene Operation verzichtete und auch ohne Gesichtsmaske weiterspielt, traf es Klose deutlich schlimmer. Nach einer eingehenden Untersuchung am Freitagvormittag wurde bei dem Nationalspieler ein Trümmerbruch des Nasenbeins diagnostiziert. „Er hat sich das Nasenbein drei Mal gebrochen“, teilte Trainer Ottmar Hitzfeld am Rande des Trainings.

Auch Kahn und Lahm fraglich

Klose wird damit nicht um eine Operation drumrumkommen. Ein Termin für den Eingriff ist derzeit noch offen. Definitiv wird Klose dem FCB aber am Sonntag im Bundesligaspiel gegen den VfB Stuttgart fehlen. Ob der 29 Jahre alte Angreifer am kommenden Donnerstag im Rückspiel in St. Petersburg wieder einsatzfähig sein wird, ist laut Hitzfeld „sehr fraglich“.

Vor dem Südderby gegen den amtierenden deutschen Meister bangt Hitzfeld zudem um den Einsatz von Philipp Lahm, der wegen Adduktorenproblemen „höchstwahrscheinlich ausfallen“ wird. Auch Oliver Kahn gegen die Schwaben fraglich. Der Kapitän hatte sich nach einem Rückpass einen Nerv eingeklemmt und musste in der 67. Minute ausgewechselt werden. „Ich konnte mich nicht mehr bewegen und das war einfach zu gefährlich“, meinte Kahn nach dem Spiel.

Das Rad nicht überdrehen

„Ich wusste nicht, ob der Muskel verletzt ist oder der Nerv. Dann wäre das für mich das Ende hier gewesen. So bin ich froh, dass es 'nur' der Nerv ist. Ich hoffe, dass der sich schnell beruhigt“, so Kahn weiter, der am Freitag intensiv behandelt wurde. Zwei Tage vor dem Heimspiel gegen den VfB kündigte Hitzfeld aber ohnehin an, am Sonntag mehrere Umstellungen vornehmen zu wollen.

„Wir haben einen großen Kader“, meinte der Fußballlehrer, der „drei, vier, fünf frische Kräfte“ einsetzen wird. „Wir dürfen das Rad nicht überdrehen, sonst kommen wir auf dem Zahnfleisch daher“, meinte Hitzfeld angesichts der hohen Belastungen im Saisonfinale. Dies sei nun „die Chance für andere Spieler, die von der Bank kommen“, sich zu beweisen.

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