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Mr. Doppelpack

Matchwinner Toni zahlt mit Toren zurück

Er trifft und trifft und trifft. Luca Toni ist im Saisonendspurt nicht zu bremsen und schießt den FC Bayern mit seinen Treffern am Fließband fast im Alleingang Richtung Triple. Mit seinem vierten Doppelpack innerhalb von zehn Tagen sicherte der 30 Jahre alte Italiener dem Rekordmeister am Samstag gegen Borussia Dortmund den insgesamt 14. Pokalsieg und sich selbst den ersten Titelgewinn auf Vereinsebene.

„Wir haben mit ihm einen Wahnsinnstransfer gemacht“, freute sich Manager Uli Hoeneß nach dem Pokalerfolg über Tonis Pflichtspiel-Tore Nummer 34 und 35. Schon zum 23. Mal war Toni an einem 1:0 der Bayern beteiligt. Die knapp zweistellige Millionensumme Ablöse, die der FCB vor Saisonbeginn an den AC Florenz überwiesen hat, sind angesichts von 20 Toren in der Bundesliga, zehn im UEFA-Cup, fünf im Pokal und einer herausragenden Quote von 0,85 Treffern pro Pflichtspiel bestens angelegtes Geld. „Jetzt bekommen wir schon im ersten Jahr alles zurückgezahlt“, so Hoeneß.

Zweiter Titel in Berlin

Ausgerechnet in Berlin, wo Toni am 9. Juli 2006 mit der „Squadra Azzurra“ schon Weltmeister geworden war, holte sich der italienische Nationalstürmer seinen ersten Vereinstitel. Glänzend von Mark van Bommel und Franck Ribéry vorbereitet stand der Torjäger beim 1:0 in der 11. Minute genau dort, wo ein Torjäger stehen muss. Beim Siegtreffer zum 2:1 in der Verlängerung zeigte er große technische Raffinesse.

„Er ist ein Knipser, ein Torjäger, typischer geht es fast nicht mehr“, hatte Oliver Kahn die Bayern-„Tor-Maschine“ schon vor dem Finale gelobt. Nach dem Endspiel setzte der Kapitän des FC Bayern sogar noch einen drauf: „Er ist nicht nur hier, um die Tore zu machen, was natürlich auch wichtig ist. Er hat eine Winner-Mentalität und das kommt der ganzen Mannschaft zugute“, so Kahn, der Toni als „unheimlich positiven Typ“ bezeichnete.

Toni will noch mehr

„Er ist, ohne Frage, ein Phänomen“, lobte auch Bayerns Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge den Angreifer. „Wir wussten, dass er Tore schießen kann, das hat er in Italien bewiesen, in einer Liga, in der das sehr schwer ist“, so Rummenigge. Bei der Verpflichtung Tonis im vergangenen Sommer habe man gehofft, dass „er die Quote bei uns halten kann.“ Doch diese Erwartungen hat Toni sogar übertroffen. „Was ihm im Moment widerfährt ist unglaublich, phänomenal. Jedes Spiel zwei Tore und immer die entscheidenden Tore. Weiter so.“

„Jetzt kommen die Spiele, in denen es doppelt zählt“, hatte Toni selbst auf die steigende Bedeutung seiner fast unheimlichen Treffer-Serie in seinem neuen Klub hingewiesen. Mit dem Gewinn des DFB-Pokals gab sich der Stürmer aber noch lange nicht zufrieden. „Ich hoffe, bis Ende Mai kommen noch viele Tore dazu. Es fehlen noch zwei Titel“, sagte Toni, der noch einen Vertrag bis 2011 besitzt. Bis dahin will er noch viele Titel gewinnen, egal in welchem Stadion.

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