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Stimmen zum DFB-Pokalsieg

"Es war ein dramatisches Spiel"

Der FC Bayern ist DFB-Pokalsieger 2008. Aber ohne Drama scheint es beim deutschen Rekordmeister in dieser Spielzeit wohl nicht zu gehen. In der Nachspielzeit kassierte der FCB durch Mladen Petric den 1:1 Ausgleich. In der Verlängerung war sogar der BVB am Drücker, doch dann schlug wieder einmal Luca Toni zu. Mit seinem zweiten Treffer in diesem Spiel sicherte der Torjäger dem FC Bayern den Cup-Erfolg und verhalf Ottmar Hitzfeld und Oliver Kahn zu einem grandiosen Abschied aus Berlin. „Es ist natürlich ein schöner Abschied, wenn man hier noch einmal in Berlin sein kann mit der Mannschaft", strahlte der Coach.

Die Stimmen zum 65. DFB-Pokalfinale

Uli Hoeneß: „Die Dortmunder haben sehr gut gespielt. Wir haben nach dem 1:0 das Ergebnis nur noch verwaltet. Wir haben gedacht, wir kriegen das Spiel über die Zeit und haben dann das Tor in der 91. Minute gefangen. Dann mussten wir noch einmal richtig hart arbeiten. Wenn man auf drei Wettbewerben tanzt, lässt man auch Kraft. Es gab immer wieder Phasen, wo unsere Mannschaft müde war und dann musste sie über die Klasse zurück ins Spiel finden. Ich bin ein glücklicher Mensch."

Ottmar Hitzfeld: „Es ist natürlich ein schöner Abschied, wenn man hier mit der Mannschaft noch einmal in Berlin sein kann. Wenn man so ein Spiel verliert, kann man es nicht wiederholen. Man hat im nächsten Jahr keine Chance mehr. Also mussten wir diesen Titel holen. Ich freue mich, weil es ein dramatisches Spiel war, weil alles drin war, was man braucht. Die Dortmunder haben gekämpft und hätten es auch verdient gehabt, als Sieger vom Platz zu gehen. Am Schluss waren wir der glücklicher Sieger."

Franz Beckenbauer: „Der FC Bayern hat das Spiel gut begonnen. Doch dann hat man den Spielbetrieb irgendwann eingestellt und die Dortmunder aufgebaut. Für Dortmund ist es ein bisschen unglücklich gelaufen. Der FC Bayern ist verdienter Pokalsieger, aber auch ein bisschen glücklich."

Oliver Kahn: „Es ist so eine schöne Mischung aus Wehmut und Hochstimmung, wenn man weiß, dass man hier zum letzten Mal beim Finale ist. Dann kann man jetzt alles ein bisschen genießen. Aber diese ominöse 90. Minute, die verfolgt mich die letzten 20 Jahre. Was da schon alles passiert ist. Wenn man das schon so oft erlebt hat, dann wird man robust. Wir hatten nach dem Ausgleich noch eine halbe Stunde Zeit gehabt und hatten dann auch das Glück auf unserer Seite. In so einem Finale da brauchst du einfach in den entscheidenden Momenten die Mentalität der einzelnen Spieler und ein Quäntchen Glück. Dann kann man das auch schaffen."

Luca Toni: „Fantastisch, Hammer. Wenn man gewinnt, ist es immer gut. Jetzt versuchen wir, Meister zu werden und das Triple perfekt zu machen."

Thomas Doll: „Ich denke, ich kann meinen Spielern nur ein Riesenkompliment machen. Es ist bitter, wenn man das Spiel so verliert. Wir waren in der Verlängerung nah dran. Die Spieler waren schon sehr, sehr enttäuscht."

Sebastian Kehl: „Das ist natürlich sehr bitter. Wir haben in der 90. Minute den Ausgleich gemacht, den wir uns hart erkämpft haben. Wir haben auch mutig gespielt und waren die bessere Mannschaft. Ich denke, wir hatten es heute verdient gehabt zu gewinnen. Am Ende hatten die Bayern Dusel gehabt und am Ende mit zehn Mann gegen elf war es sehr schwer. Jetzt fahren wir mit leeren Händen nach Hause."

Mladen Petric: „Das ist eine Enttäuschung für uns alle. Nach den Anfangsschwierigkeiten ,wo wir ein bisschen zuviel Respekt gezeigt haben vor den Bayern, hatten wir gut ins Spiel gefunden. Nach dem Ausgleichstreffer waren wir sogar ein bisschen überlegen und hatten auch die besseren Möglichkeiten. Und dann kriegen wir so ein Dusel-Tor. Das war ganz schön bitter."

Marc Ziegler: „Im Moment ist die Enttäuschung riesengroß. Die Krise hat uns zusammengeschweißt und wir haben ein gutes Spiel geboten. Wir wollten unbedingt Pokalsieger werden, das kann uns niemand absprechen."

Bundestrainer Joachim Löw: „Über die gesamte Spielzeit sind die Bayern der verdiente Sieger. Es war überraschend, dass Dortmund noch zum Ausgleich gekommen ist. Sie haben sich viel besser aus der Affäre gezogen als letzte Woche."

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