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Keine Gesichtsmaske

Van Bommel beißt auf die Zähne

Hätte Mark van Bommel zu seinem Geburtstag einen Wunsch frei gehabt, dann hätte er sich wohl nur eines gewünscht: eine neue Nase. Seit dem DFB-Pokalfinale gegen Borussia Dortmund ist das Riechorgan des Holländers gebrochen, gerade jetzt im Saisonendspurt. Doch Van Bommel, der am Dienstag 31 Jahre alt wurde, ist hart im Nehmen. Eine Pause legt er deswegen nicht ein, erst nach der Saison will er sich einer notwendigen Nasenoperation unterziehen.

Man solle wegen des Nasenbeinbruchs jetzt nicht übertreiben, sagte Van Bommel an seinem Geburtstag. „Ich muss ein bisschen auf die Zähne beißen, aber so schlimm ist es nicht.“ Eine Operation zum jetzigen Zeitpunkt hätte ihm wenig gebracht. So oder so könne er im UEFA-Cup-Halbfinale gegen Zenit St. Petersburg am Donnerstag spielen, erklärte er. „Wenn ich mich operieren lassen hätte, hätte ich aber nicht viel trainieren können. Und wenn ich auf die operierte Nase einen Schlag drauf kriege, wäre sie wieder gebrochen.“

Ohne Gesichtsmaske

Auch eine Gesichtsmaske wird der Mittelfeldspieler nicht tragen. Van Bommel lässt sich von seiner Verletzung also nicht behindern, seine volle Konzentration gilt dem Spiel gegen St. Petersburg, auf das er sich ganz besonders freut. Denn beim russischen Meister trifft er auf zwei alte Bekannte: Dick Advocaat und Fernando Ricksen.

Unter Advocaat, der Zenit seit 2006 trainiert, spielte Van Bommel in der niederländischen Nationalmannschaft. „Er ist ein ganz Kleiner, aber ein großer Trainer“, hält Van Bommel große Stücke auf den 60-Jährigen. Advocaat sei ein großer Taktiker, der seine Mannschaften offensives Flachpassspiel im 4-3-3-System spielen lasse. Außer dem Trainer kennt Van Bommel in St. Petersburg noch Ricksen. Mit dem Mittelfeldspieler sei er seit gemeinsamen Jugendtagen bei Fortuna Sittard befreundet, berichtete er.

Mit dem nötigen Torriecher

Über die Mannschaft von St. Petersburg weiß der 31-Jährige daher gut Bescheid. „Das ist eine sehr gute Mannschaft, die einen sehr gepflegten Fußball spielt“, sagte er, „wenn man die schlagen will, muss man defensiv gut stehen und gleich ein Tor machen. Gegen die kriegst du wahrscheinlich nicht viele Chancen.“

Es wird gegen Zenit also auch auf den nötigen Torriecher ankommen. Zum Geburtstag bekam Van Bommel zwar keine neue Nase, war aber dennoch bestens gelaunt. Besonders freute er sich über ein Geburtstagsständchen seiner drei Kinder. „Das war das Wichtigste.“

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