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Nach Double-Gewinn

Bayerns Rekordjagd im Saison-Endspurt

Das Double ist unter Dach und Fach, doch der Erfolgshunger des frisch gebackenen deutschen Meisters ist noch lange nicht gestillt. Drei Spieltage vor Ablauf der Saison will der FC Bayern sich keinesfalls auf seinen Lorbeeren ausruhen, sondern strebt auch im Saisonendspurt neuen Bestmarken entgegen. Der Anfang soll dabei am Mittwochabend im Heimspiel gegen Arminia Bielefeld (ab 19.45 Uhr im FCB-Liveticker und im Webradio bei FCB.tv) gemacht werden.

„Ich freue mich mit der Mannschaft auf die nächsten zwei Wochen, in denen wir die Saison anständig beenden werden“, sagte Ottmar Hitzfeld nach dem vorzeitigen Gewinn des 21. Meistertitels. Auch wenn die Meisterschaftsentscheidung am viertletzten Spieltag gefallen ist, werde man sich konzentriert auf die noch anstehenden Aufgaben vorbereiten und diese auch mit dem nötigen Ernst angehen, um eine Wettbewerbsverzerrung zu vermeiden.

Feiern mit den Fans

„Wir haben noch drei Spiele und werden die Saison mit Freude zu Ende spielen“, kündigte Franck Ribéry an, der beim Meisterstück am Sonntag in Wolfsburg gefehlt hatte, gegen die Ostwestfalen aber ebenso wieder zur Verfügung stehen wird wie Kapitän Oliver Kahn, Lucio und Zé Roberto. Und Ribéry hat noch ein bisschen was nachzuholen. „Am Mittwoch wollen wir mit den eigenen Anhängern feiern in der Allianz Arena.“

Hitzfeld kündigte am Dienstag vor dem Abschlusstraining seines Teams bereits an, „mit der besten Mannschaft“ auflaufen zu wollen. Fraglich ist lediglich der Einsatz von Bastian Schweinsteiger, der wegen muskulärer Probleme nicht am Training teilnahm. „Wir werden alles unternehmen, um Bielefeld zu schlagen.“ Nur weil der FCB schon Meister sei bedeute das nicht, „dass man die Flügel hängen lässt. Wir wollen keine Wettbewerbsverfälschung leisten.“ Deswegen werde man sich „genauso akribisch“ auf die Arminia vorbereiten „wie auf jeden anderen Gegner.“

Vorsprung weiter ausbauen

Gegen die abstiegsbedrohten Bielefelder soll nicht nur der 20. Saisonsieg eingefahren werden, auch der Vorsprung auf Verfolger Werder Bremen, der zeitgleich beim Hamburger SV antritt, soll nach Möglichkeit von zehn auf 13 Punkte ausgebaut werden. Schließlich winkt dem Rekordmeister noch die Verbesserung des eigenen Punkterekords aus der Saison 2002/03. Damals wurde der FCB mit 16 Zählern Vorsprung Meister vor dem VfB Stuttgart.

Nur noch Formsache dagegen scheint die Verbesserung des Vereinsrekords von 25 Gegentoren aus den Spielzeiten 2001/02 und 2002/03. Bei aktuell 18 Gegentreffern aus 31 Spielen müsste schon viel passieren, damit dieser nicht gebrochen wird. Zudem könnte sogar ein neuer Bundesliga-Rekord aufgestellt werden. Die bisherige Bestmarke von 22 Gegentoren hält Werder Bremen, aufgestellt in der Saison 1987/88.

Beste Innenverteidigung

„Wir wollen die beste Innenverteidigung in der Geschichte der Bundesliga werden. Das ist unser Ziel“, sagte Martin Demichelis, der gemeinsam mit Lucio hinten zum 17. Mal in der laufenden Spielzeit die Null halten will. Vorne dagegen soll es gegen Bielefeld wieder krachen. Luca Toni, mit 21 Toren treffsicherster Bundesliga-Angreifer, ist die Torjägerkanone kaum noch zu nehmen. Jetzt jagt der Italiener den Rekord von Roy Makaay, der in seiner ersten Bayern-Saison 23 Treffer erzielte.

„Es wäre schön, wenn man nebenbei noch so einen Rekord schaffen könnte“, meinte Hitzfeld, der sich in den letzten drei Partien in erster Linie aber „erfolgreich von den Zuschauern verabschieden“ möchte. Das sieht auch Mark van Bommel so: „Wir werden nichts verschenken, das wäre nicht eines Meisters würdig“, schloss der Niederländer einen Saisonausklang im Schongang aus. „Für uns ändert sich wenig: Das Spiel ist ausverkauft, wir wollen den Zuschauern was bieten.“

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