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Ohne sechs nach Wolfsburg

FCB will auch mathematisch alles klarmachen

Am 26. April 2003 war es, als sich der FC Bayern unter Trainer Ottmar Hitzfeld durch einen 2:0-Sieg beim VfL Wolfsburg die Deutsche Meisterschaft sicherte. Es war damals der 18. nationale Titel für die Münchner. Am Sonntag nun kommt es in Wolfsburg erneut zum Duell der beiden Teams, und wieder könnte der FCB die VW-Stadt als frischgebackener Champion verlassen.

Einen Punkt brauchen die Bayern noch, um endgültig die Sektkorken knallen lassen zu können. „Es müsste mehr als ein siebtes Weltwunder passieren, um die Meisterschaft noch zu verlieren“, sagte Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge angesichts von 12 Punkten Vorsprung und dem klar besseren Torverhältnis bei nur noch vier ausstehenden Spielen.

Hitzfeld hofft auf Trotzreaktion

Lange sah es so aus, als ob die Bayern ohne eigenes zutun bereits am Samstag den Titel hätten feiern können. Als die Mannschaft von Ottmar Hitzfeld gegen 17.00 Uhr vom Münchner Flughafen Richtung Wolfsburg aufbrach, hatte der Bremer Markus Rosenberg gerade das 1:0 für seine Mannschaft gegen Energie Cottbus erzielt. Endstand im Weserstadion war 2:0. Die vor dem Spieltag mit den Hanseaten punktgleichen Schalker kamen hingegen zuhause gegen Hannover nicht über ein 1:1 hinaus.

Einen Punkt fehlt dem FCB also, bis der Titel auch mathematische in trockenen Tüchern ist. Und der soll „so schnell wie möglich“ geholt werden, wie Trainer Hitzfeld nach der Rückkehr vom verlorenen UEFA-Cup-Halbfinale in St. Petersburg betonte. Nach der 0:4-Klatsche gegen die Russen erhofft sich Hitzfeld „eine Trotzreaktion“ seines Teams in Wolfsburg.

Magath will endgültige Entscheidung verschieben

Spielverderber aus Bayern-Sicht könnte ausgerechnet Ex-Coach Felix Magath werden. „Wir haben in Leverkusen einen Punkt geholt und wir wollen gegen den kommenden deutschen Meister mit drei Punkten ein weiteres Erfolgserlebnis feiern. Für uns ist das ein sehr wichtiges Spiel“, sagte der Trainer und Sportdirektor des VfL. Mit einem Sieg gegen den FCB können die „Wölfe“ ihre kleine Chance auf einen UEFA-Cup-Platz wahren. „Ich habe mir mit Felix schon viele Duelle geliefert. Ich freue mich, ihn wiederzusehen“, sagte Hitzfeld.

Welche Mannschaft der FCB-Coach in Wolfsburg ins Rennen schickt, dürfte interessant werden. Hitzfeld musste Oliver Kahn (Rückenprobleme), Franck Ribéry (Adduktoren), Lucio (Achillessehne) und auch Zé Roberto angeschlagen in München lassen, Zudem fallen Miroslav Klose nach seiner Nasen-OP und Rekonvaleszent Hamit Altintop aus, Martin Demichelis und Bastian Schweinsteiger sind noch fraglich. Beim VfL fehlen Jonathan Santana (Leistenprobleme), Facundo Quiroga (Innenbanddehnung im Knie) und Josué (fünfte Gelbe Karte).

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