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46 Spiele, 39 Tore

'Il Bomber' erhält seine 'Kanone'

Am Ende war Luca Toni sogar in der Defensivstatistik ganz vorne. Mit 73 Prozent gewonnener Zweikämpfe war er zum Saisonabschluss gegen Hertha BSC Berlin zusammen mit Martin Demichelis und Zé Roberto der zweikampfstärkste Spieler auf dem Platz. In der Torstatistik war der Italiener sowieso einmal mehr die Nummer eins. Drei Tore hatte er im letzten Saisonspiel erzielt und damit seiner ersten Saison beim FC Bayern das Sahnehäubchen aufgesetzt. Nach dem Schlusspfiff nahm er die „Kanone“ in Empfang. Mit insgesamt 24 Treffern wurde Luca Toni souveräner Torschützenkönig in der Bundesliga. Das hat noch nie ein Spieler in seinem ersten Jahr beim FC Bayern geschafft.

Alles in allem war Toni in seiner ersten FCB-Saison in 46 Pflichtspielen an 51 Toren beteiligt: 39 Tore und zwölf Vorlagen gehen auf sein Konto. Nie zuvor hat ein Spieler in seiner ersten Saison für den Rekordmeister so viele Tore erzielt, kein Gerd Müller, kein Karl-Heinz Rummenigge, kein Jürgen Klinsmann, kein Giovane Elber, kein Roy Makaay.

Der 1:0-Toni

Herausragend war der italienische Weltmeister, der beim FC Bayern seine ersten Vereinstitel gewann, auch in einer anderen Statistik. 26 Mal war er in seinen 46 Pflichtspielen am 1:0 beteiligt (16 Tore, 10 Vorlagen). Damit zog er mit Gerd Müller gleich, der mit 16 1:0-Treffern bislang den Rekord beim FC Bayern hielt.

Die Vergleiche mit dem „Bomber“ kommen nicht von ungefähr. „Il Bomber“, wie Toni in Italien genannt wird, ist wie die deutsche Stürmerlegende ein Strafraumstürmer wie er im Buche steht. Nur eines seiner 39 Saisontore erzielte er von außerhalb des gegnerischen Sechzehners - in der zweiten Runde des DFB-Pokals gegen Borussia Mönchengladbach -, 122 Schüsse gab er im Strafraum ab, mehr als jeder andere Bundesligaprofi.

Der Feier-Toni

„Die Art und Weise, wie er seine Tore macht, ist vom Feinsten“, meinte FCB-Berater Paul Breitner zu den Torjägerqualitäten Tonis. „Er hat einfach Klasse“, brachte es Uli Hoeneß auf den Punkt. Und der Hochgelobte selbst? „Es war eine großartige Saison, das hätte ich nicht erwartet. Ich bin total zufrieden“, sagte Toni, der auch im UEFA-Cup Erster in der Torschützenliste wurde. Genauso wie Pawel Pogrebnjak (Zenit St. Petersburg) erzielte er in diesem Wettbewerb zehn Treffer. Und was macht man nach so einer großartigen Saison? „Jetzt wird gefeiert.“

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