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Bis 2011

Lell verlängert vorzeitig um zwei Jahre

Am Sonntag eröffnete Christian Lell in Wolfsburg den Weißbierregen nach dem Gewinn der Meisterschaft, am Montag hatte der Rechtsverteidiger den nächsten Grund zum feiern: Er einigte sich mit dem FC Bayern auf eine Verlängerung seines Vertrags bis zum 30. Juni 2011. Ursprünglich wäre der Kontrakt des Außenverteidigers nach der Saison 2008/09 ausgelaufen.

Lell ist eine der großen Überraschungen der Saison. Den heute 23-Jährigen hatte im vergangenen Sommer keiner auf der Rechnung - „wenn ich ehrlich bin: ich mich auch nicht“, sagte er selbst vor wenigen Wochen. Inzwischen stand er in 44 der bisherigen 54 Pflichtspiele auf dem Platz. „Seine Entwicklung ist phänomenal“, hatte Uli Hoeneß schon nach der Hinrunde festgestellt.

Ein FCB-Eigengewächs

Der Rechtsverteidiger, der nur wenige hundert Meter vom FC Bayern aufgewachsen ist, ist ein echtes Eigengewächs des Rekordmeisters. 1993 wechselte er ins junior team des FCB, wurde dort zum sowohl mit der U17 als auch mit der U19 Deutscher Meister und feierte 2004 mit den Amateuren die Regionalligameisterschaft. Anschließend wechselte er für zwei Jahre auf Leihbasis zum 1. FC Köln.

2006 kehrte der Blondschopf zum FC Bayern zurück und schaffte hier in seinem zweiten Profijahr den Durchbruch. Dabei nutzte er die Gunst der Stunde, als mit Willy Sagnol, Philipp Lahm und Marcell Jansen zum Teil gleich mehrere Außenverteidiger verletzt ausfielen. Mit konstant guten Leistungen mauserte er sich vom Ersatzmann zum Dauerbrenner.

Einer für die Nationalmannschaft?

„Ich bin nicht überrascht, dass Christian bisher so viele Spiele gemacht hat“, sagte Ottmar Hitzfeld, der Lell sogar als „Kandidat für Jogi Löw“ bezeichnete, „wenn er so weitermacht.“ An die Nationalmannschaft denkt Lell aber im Moment noch nicht. Erst einmal will er seine Leistung bestätigen. „Ich bin selbstbewusst genug zu sagen: Dieses Niveau kann ich halten. Das ist mein Ziel“, betonte er. Na dann: Weiter so!

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