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'Das war schon toll'

Meister-Bayern feiern gelungenen Abend

Am Ende wurde es in der wieder einmal restlos ausverkauften Allianz Arena noch mal richtig feierlich. Zunächst bedankten sich die Spieler des FC Bayern per Einspieler über die großen Video-Leinwände einzeln bei den Fans für die tolle Unterstützung in dieser Saison. Danach wurde das Flutlicht ganz ausgemacht, nur noch ein paar Spots waren an.

Und die richteten sich kurz darauf auf die Meisterkicker des Rekordchampions, die nach Nationalitäten getrennt aus den Katakomben zurück in die Mitte des Rasens kamen, vorbei an den aufgestellten drei errungenen Trophäen in dieser Saison. Alle gemeinsam trugen sie dann ein riesiges Tuch mit dem Bayern-Wappen schwenkend durch das Stadion. Dazu gab es vom Band den Queen-Klassiker „We are the Champions“. Und am Ende erlebten die 69.000 sogar noch die Premiere von Oliver Kahn als Vorsänger beim „Humbatätärää“-Jubel.

Hoeneß lobt herzerfrischenden Fußball

Drei Tage nach dem ausgelassenen Jubel in Wolfsburg haben Ottmar Hitzfeld und seine Mannschaft auch vor heimischem Publikum den 21. Meistertitel gebührend gefeiert. Diesmal zwar nicht mit wilden Weißbierduschen, dafür aber mit einer hochprofessionellen Leistung, die zu einem souveränen 2:0 (1:0)-Heimsieg gegen Abstiegskandidat Arminia Bielefeld führte.

„Es war herzerfrischend. Die Spieler haben sich bemüht, haben Spielfreude gezeigt. Sie haben alles getan, um die Zuschauer zu unterhalten. Das war schon toll“, sagte ein rundum zufriedener Manager Uli Hoeneß, der die Zeremonie nach dem Schlusspfiff als „eine gute Idee“ lobte. „Das war sehr emotional, weil die Spieler im Mittelpunkt standen, das ist auch richtig so.“

Höheres Ergebnis war möglich

„Ich denke, die Zuschauer konnten zufrieden nach Hause gehen. Es war ein gelungener Abend“, sagte Trainer Ottmar Hitzfeld. Zwei sehenswerte Tore vom wieder einmal bestens aufgelegten Frank Ribéry (26.) und Lukas Podolski (47.) sowie gerade im zweiten Abschnitt eine Vielzahl guter Torraumszenen boten die Seinen im vorletzten Heimspiel dieser Saison. Statt des 2:0 wäre durchaus ein deutlich höheres Ergebnis möglich gewesen. „Ich bin froh, dass die Mannschaft ein anständiges Spiel geliefert und ein paar tolle Aktionen gezeigt hat“, sagte Hitzfeld. „Es war ein gelungener Abend.“

Der Bayern-Coach hatte in den Tagen nach dem 0:0 in Wolfsburg, wodurch der FCB die Meisterschaft auch rechnerisch klarmachte, an seine Spieler appelliert, „dass wir Bayern München sind und eine Verantwortung gegenüber den anderen Vereinen in der Bundesliga haben.“ Und die gaben sich nicht die geringste Blöße.

Bayern-Tore freuen auch den Club

„Die Mannschaft hat sich sehr gut verkauft. Es ist nicht einfach, wenn es um nichts mehr geht und man gegen eine Mannschaft spielt, die noch gegen den Abstieg kämpft. Da muss man sich erst so zusammenreißen, wie wir das heute gemacht haben“, lobte Kapitän Kahn. So sorgten die Bayern nicht nur bei den eigenen Fans für Jubel, sondern auch knapp 160 Kilometer weiter nördlich in Nürnberg. Durch den eigenen Sieg gegen Duisburg und der Bielefelder Niederlage beim FCB kann der FCN nämlich wieder auf den Klassenerhalt hoffen.

„Die letzte Motivation ist weg, aber wir wollen uns nicht den Vorwurf gefallen lassen, für Wettbewerbsverzerrung zu sorgen. Wir wollen das Ganze seriös bis zum letzten Spieltag machen“, betonte Kahn, der in seinem drittletzten Spiel als Bayern-Profi Gefallen an der Rolle als Fan-Einpeitscher gefunden hat: „Das sind besondere Momente. Jetzt weiß ich auch, wie es geht, ab jetzt kann ich es immer machen.“

Für fcbayern.de berichtet: Dirk Hauser

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