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Ohne Toni und Ribéry

Mit Rumpfkader ins letzte Auswärtsspiel

Am Freitagabend gegen 17.00 Uhr wird Ottmar Hitzfeld zum letzten Mal mit dem FC Bayern zu einem Bundesliga-Auswärtsspiel aufbrechen. Vom Münchner Flughafen geht’s nach Düsseldorf und dann weiter ins Essener Mannschaftsquartier. Von dort wiederum ist am Samstagmittig Abfahrt nach Duisburg. Um 15.30 Uhr erfolgt in der MSV-Arena der Anpfiff (ab 15.15 Uhr im Liveticker und im FCB-Webradio).

Wehmut wird nicht dabei sein, versicherte der nach dieser Saison scheidende Bayern-Coach vor dem Abschlusstraining an der Säbener Straße. Hitzfeld freut sich vielmehr auf seine letzten Arbeitstage für den Rekordmeister. Duisburg, ein Benefizspiel in Darmstadt am kommenden Dienstag, das Bundesligafinale in einer Woche zuhause gegen Hertha BSC und dann noch zwei Freundschaftsspiele während des zehntätigen Asien-Trips sind die letzten Stationen für den 59-Jährigen auf der Trainerbank des FCB.

'Zebras' kämpfen ums Überleben

Duisburg dürfte davon sicherlich die unangenehmste Aufgabe für Hitzfeld und seine Mannschaft werden. Während für die Bayern mit dem Double-Gewinn die Saison eigentlich schon gelaufen ist, kämpfen die „Zebras“ noch „ums Überleben“, wie der Bayern-Coach festhielt. Nur mir einem Sieg kann der MSV noch auf den Klassenerhalt hoffen. „Das wird ein heißes Spiel“, glaubt Hitzfeld.

Zumal er auf eine Reihe seiner wichtigsten Akteure verzichten muss. Neben Hamit Altintop (Reha nach OP), Miroslav Klose (Nasen-OP) und Lucio (OP) fallen jetzt auch noch die beiden Super-Stars Luca Toni und Franck Ribéry aus. Wie Hitzfeld mitteilte, fehlt Ribéry wegen muskulärer Probleme, Toni laboriert an den Folgen eines Schlages auf das Wadenbeinköpfchen.

Kahn und Co. wollen Gegentor-Rekord brechen

Dafür kündigte er bereits das Mitwirken von Willy Sagnol an. Der Franzose hatte beim 2:0-Heimsieg gegen Bielefeld im Kader gefehlt und wird in Duisburg auf der rechten Abwehrseite spielen. Auch Bastian Schweinsteiger dürfte nach seiner Pause gegen die Arminia zurückkehren. Ob er nach Kloses und Tonis Ausfall mit einer oder zwei Spitzen spielen lassen wird, ließ Hitzfeld hingegen noch offen.

Im Tor der Bayern wird Oliver Kahn stehen, der in seinem letzten Bundesligaauswärtsspiel mithelfen soll, den Gegentor-Rekord zu brechen. „Ich hätte eigentlich nie gedacht, dass das noch einmal möglich sein würde, an diesen Rekord ranzukommen. Der wurde ja zu einer Zeit aufgestellt, als es die Rückpassregel noch nicht gab“, sagte Kahn. Bei derzeit 18 Gegentoren könnte der 20 Jahre alte Liga-Rekord von Werder Bremen (22 Gegentreffer) fallen.

Hitzfeld vor Tor-Jubiläum

„Dafür lohnt es, sich noch mal richtig reinzuhängen“, meinte Christian Lell. Hitzfeld hat dies jedenfalls als klares Ziel für die letzten beiden Saisonspiele formuliert. „Es wäre schön, wenn wir den Defensivrekord noch erreichen könnten“, sagte der Bayern-Coach. Zudem ist der nächste Bayern-Treffer das 500. Tor für Hitzfeld als Coach der Münchner.

Für fcbayern.de berichtet: Dirk Hauser

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