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Erster FCB-Doppelpack

Papa Podolskis 'schöner Tag' in Duisburg

Es war ein rundum gelungenes Pfingstwochenende für Lukas Podolski. Nach dem Spiel mit dem FC Bayern in Duisburg blieb der FCB-Stürmer am Niederrhein, um Eltern und Freunde zu besuchen, am Sonntag schaute er beim 1. FC Köln vorbei und erlebte live im Stadion, wie sein Ex-Klub den Aufstieg gegen Mainz perfekt machte. Die Grundlage für ein entspanntes Wochenende hatte er aber selbst gelegt: Beim 3:2-Erfolg in Duisburg erzielte er seinen ersten Doppelpack im Trikot des FC Bayern.

Innerhalb von drei Minuten traf Podolski in der MSV-Arena zweimal: erst per Kopf (18. Spielminute) - es war sein erstes Kopfballtor für den FCB -, dann mit seinem starken linken Fuß aus 15 Metern ins fast leere Tor (20.). „Ich habe zwei Tore gemacht, es ist ein schöner Tag“, brachte er nach dem Spiel die Situation in wenigen Worten auf den Punkt.

Duisburg als Höhepunkt

Auf dem Platz hatte er Leistung sprechen lassen. Mit sieben Torschüssen war der 22-Jährige der aktivste Spieler, den einen oder anderen Treffer mehr hätte er durchaus noch erzielen können. „Es ärgert mich, dass ich die Tore nicht gemacht habe“, sagte er. Doch Podolski konnte dennoch zufrieden sein. „Lukas hat sich kontinuierlich gesteigert“, hatte Trainer Ottmar Hitzfeld bereits vor kurzem festgestellt. Duisburg war der bisherige Höhepunkt seines Aufwärtstrends.

Seine Saisontreffer vier und fünf gelangen dem deutschen Nationalstürmer bei den „Zebras“. Schon drei Tage zuvor gegen Bielefeld hatte er getroffen. In fünf der letzten sieben Bundesligaspiele stand er zudem in der Startformation. Freilich profitierte der 22-Jährige dabei von Verletzungen und Erholungspausen seiner Konkurrenten Luca Toni und Miroslav Klose, dennoch kann man sagen: Podolski hat die gebotenen Chancen genutzt.

Ein Stammplatz als Ziel

Und er hat Hunger auf mehr bekommen. „Mein Anspruch ist ganz klar, in der kommenden Spielzeit als Stammspieler in die Saison zu gehen“, betont er auf seiner Homepage deutlicher als jemals zuvor. Tore sind hierbei sein wichtigstes Argument. „Er hat zuletzt Selbstvertrauen getankt“, stellte selbst Bundestrainer Joachim Löw fest.

In Podolskis ansteigende Formkurve fiel Mitte April die Geburt seines ersten Kindes. Die Gründung einer eigenen Familie mit seiner Freundin Monica hat vielleicht auch dazu beigetragen, dass der ehemalige Kölner in München immer besser Fuß fasst. Uli Hoeneß hatte bereits Ende Februar festgestellt: „Man hat das Gefühl, Lukas kommt langsam an in München und der Kölner Dom rückt für ihn immer weiter weg.“ Ein Pfingstbesuch in der alten Heimat schadet sicherlich nicht.

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