präsentiert von
Menü
Im Elfmeterschießen

Altintop schießt Türkei ins Halbfinale

Das erste Halbfinale bei der Euro 2008 in Österreich und der Schweiz ist perfekt. Einen Tag nach dem glanzvollen 3:2 (2:1)-Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Portugal gewann am Freitagabend die Auswahl der Türkei ihr Viertelfinalspiel gegen Kroatien erst im „Glücksspiel“ Elfmeterschießen mit 3:1 (1:1, 0:0) und trifft nun in der Vorschlussrunde am kommenden Mittwoch in Basel auf die DFB-Auswahl.

„Es war unbeschreiblich. Wenn man sieht, was wir in den letzten drei Spielen geleistet haben, was wir für eine Moral gezeigt haben, da weiß jeder, dass wir eine Mannschaft sind, die noch nicht reif ist, aber auf dem besten Wege. Heute waren wir eiskalt“, freute sich ein überglücklicher Hamit Altintop kurz nach dem Schlusspfiff mit dem erstmaligen Halbfinaleinzug über den größten Erfolg seit dem dritten Platz bei der Weltmeisterschaft 2002.

Hamit wieder stark

Lange Zeit boten beide Teams den 51.428 Zuschauern im Ernst-Happel-Stadion fußballerische Magerkost. Die Kroaten verließen sich einmal mehr auf ihre gut organisierte Abwehr und vermieden bis auf einige Vorstöße über die linke Seite ein allzu großes Risiko. Da auch bei den Türken nach vorne nicht viel zusammenlief, entwickelte sich ein enttäuschendes Spiel mit wenigen Höhepunkten vor den Toren.

Wie schon beim 3:2-Erfolg im Gruppenspiel war Bayern-Profi Altintop der auffälligste Akteur auf türkischer Seite, der bei seinen Anspielen aber zu selten einen Abnehmer fand. Pech hatte der 25-Jährige in der Anfangsphase mit einem Schussversuch aus 20 Metern, der nur knapp sein Ziel verfehlte. Auf der Gegenseite scheiterte der Hamburger Ivica Olic aus vier Metern an der Querlatte.

Altintop verwandelt letzten Elfer

Nach einer dramatischen Verlängerung mit späten Toren durch den Bremer Ivan Klasnic (119.) und Semih (120.+2) zum 1:1 war es schließlich Altintop, der seine Mannschaft auf die Siegerstraße brachte. Nachdem Modric und Rakitic für die Kroaten vergaben, verwandelte der Mittelfeldspieler den dritten türkischen Elfmeter sicher. Als Torhüter Rüstü den anschließenden Schuss von Petric parierte, gab es für die Türken kein Halten mehr.

„Wenn wir so weiter machen und an uns glauben, dann kann noch viel passieren. Durch unsere Euphorie, unseren Ehrgeiz und unsere Laufbereitschaft machen wir einiges gut. Auf uns kann man sich nicht wirklich einstellen“, blickte Altintop bereits voraus auf das Halbfinale gegen die DFB-Auswahl.

Türkei gehen die Spieler aus

Dabei müssen die Türken aber eine ganze Reihe von Spielern ersetzen. So werden Tuncay, Arda und Emre Asik, die gegen Kroatien jeweils ihre zweite Gelbe Karte sahen, fehlen. Über den türkischen Einspruch gegen die Rot-Sperre von Stammtorwart Volkan Demirel wird erst am Montag verhandelt. Sollte der Schlussmann ein zweites Mal zuschauen, steht gegen die Löw-Elf wieder Rüstü zwischen den Pfosten.

Neben Emre Güngör, für den das Turnier nach einem Muskelfaserriss bereits beendet ist, werden zudem Mittelfeldspieler Emre Belözoglu (Wadenverletzung) und höchstwahrscheinlich auch Abwehrspieler Servet (Innenbanddehnung im Knie) ausfallen. Fraglich ist zudem der Einsatz von Mittelfeldspieler Tümer (Leistenprobleme) sowie von Stürmerstar Nihat, der kurz vor dem Elfmeterschießen mit einer Oberschenkelblessur ausgewechselt werden musste.

Weitere Inhalte