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Weltmeister entzaubert

Klassischer Fehlstart für Toni und Ribéry

Weltmeister Italien und Vize-Weltmeister Frankreich haben einen klassischen Fehlstart in die Europameisterschaft hingelegt. Während die „Squadra azurra“ um Bayern-Torjäger Luca Toni ihr Auftaktspiel in der Vorrundengruppe C gegen entfesselt aufspielende Niederländer mit 0:3 (0:2) verlor, musste sich die „Equipe tricolore“ mit Franck Ribéry und Willy Sagnol gegen Außenseiter Rumänien mit einem torlosen Remis begnügen.

Mit dem ersten Sieg über Italien seit 30 Jahren entzauberten die „Oranjes“ den favorisierten Weltmeister und fügten ihm in der so genannten „Todesgruppe“ die höchste Niederlage ihrer EM-Geschichte zu. Vor 38.777 Zuschauern im neuen Wankdorf-Stadion von Bern brachten Ruud van Nistelrooy (26. Minute) und Geburtstagskind Wesley Sneijder (31.) die Niederländer mit 2:0 in Führung. Giovanni van Bronckhorst machte elf Minuten vor dem Ende alles klar.

Toni auf sich allein gestellt

Dabei hatte die Partie aus italienischer Sicht verheißungsvoll begonnen. Toni, der im Angriff der „Azzurri“ zumeist auf sich alleine gestellt war, vergab in der 12. Minute per Kopf. Danach aber bestimmten die Niederländer das Geschehen und führten bis zur Halbzeitpause verdient mit 2:0. Nach dem Seitenwechsel erhöhte der Weltmeister den Druck und kam auch zu einigen guten Gelegenheiten, doch sowohl Toni als auch Fabio Grosso und Andrea Pirlo konnten den starken Torhüter Edwin van der Sar nicht überwinden.

Nur unwesentlich besser als dem Weltmeister erging es dem zweimaligen Europameister Frankreich, der nach einer enttäuschenden Vorstellung vor 30.585 Zuschauern im ausverkauften Letzigrund Stadion in Zürich nicht über ein 0:0 hinaus kam. Die Franzosen, bei denen Ribéry und Sagnol über die volle Distanz zum Einsatz kamen, schafften es trotz der größeren Spielanteile nicht, das rumänische Abwehrbollwerk zu knacken.

Aktivposten Ribéry

„Wir haben es geschafft, das Match zu kontrollieren, aber wir waren im Angriff nicht gefährlich genug“, meinte Frankreichs Trainer Raymond Domenech, der Ribéry auf der rechten Außenbahn einsetzte. Bayerns Flügelflitzer gehörte in einer insgesamt enttäuschenden Elf noch zu den Aktivposten und an den meisten gefährlichen Aktionen beteiligt war. „Es gibt viele Dinge, die wir ändern müssen. Wir haben nun die Pflicht, das nächste Spiel gegen die Niederlande und dann jenes gegen Italien zu gewinnen“, gab sich Ribéry kämpferisch.

Am zweiten Gruppenspieltag kommt es am Freitag zum Aufeinandertreffen zwischen Italien und Rumänien sowie Frankreich und den Niederlanden, die sich mit einem weiteren Erfolg vorzeitig für das Viertelfinale qualifizieren können. Zum voraussichtlichen Endspiel um den Viertelfinaleinzug kommt es in der Gruppe C am 17. Juni in der Neuauflage des WM-Finals zwischen Frankreich und Italien.

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