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Deutschland - Österreich 1:0

Lahm und Co. stehen im EM-Viertelfinale

Die Bayern-Spieler Philipp Lahm, Marcell Jansen, Bastian Schweinsteiger, Miroslav Klose, Lukas Podolski und Tim Borowski dürfen weiter vom EM-Titel träumen. Im letzten Gruppenspiel gewinnt die deutsche Nationalmannschaft gegen Gastgeber Österreich die Nervenschlacht von Wien mit 1:0 (0:0). Im mit 51.428 Zuschauern ausverkauften Wiener Ernst-Happel-Stadion erzielte der Ex-Bayer Michael Ballack in der 49. Minute das Tor des Tages.

Maßgeblich an diesem Treffer beteiligt war Münchens Defensivspezialist Lahm. Der flinke Außenverteidiger wurde nach einem tollen Sololauf rund 25 Meter vor dem Tor zu Fall gebracht. Den anschließenden Freistoß jagte Ballack mit voller Wucht unter die Latte. Der DFB-Kapitän beendete damit das lange Zittern. Schließlich wäre für Deutschland bei einer Niederlage wieder einmal vorzeitig nach der EM-Vorrunde Schluss gewesen. Und das ausgerechnet gegen das Nachbarland Österreich. „Wir haben im richtigen Moment das 1:0 gemacht. Wir haben uns in der ersten Halbzeit die nötige Sicherheit erarbeitet, weil wir sehr diszipliniert gespielt haben“, sagte Lahm.

Podolski wieder im Mittelfeld

Bundestrainer Joachim Löw änderte seine Startelf im Vergleich zum schwachen Auftritt gegen Kroatien überraschend nur auf einer Position. Für den angeschlagenen Jansen rückte der gelernte Rechtsverteidiger Arne Friedrich ins Team. Allrounder Lahm wechselte auf die linke Abwehrseite. Er deckte mit dem erneut als Mittelfeldspieler aufgestellten Podolski die linke Seite ab. Klose bildete zusammen mit Mario Gomez das Sturm-Duo.

Während Borowski, der für Clemens Fritz eingewechselt wurde, in der Schlussphase erstmals EM-Luft schnuppern durfte, musste Bastian Schweinsteiger nach seiner roten Karte gegen Kroatien auf der Tribüne Platz nehmen. Der Bayern-Spieler, der im nächsten Match wieder einsatzbereit ist, nutzte die Gelegenheit, um Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Halbzeitpause zu begrüßen. „Ich bin erleichtert. Ende gut, alles gut“, sagte Merkel nach der Partie treffend.

Klose wieder starker Vorbereiter

Die DFB-Elf musste bis zum Siegtreffer allerdings einige brenzlige Situationen überstehen. Allerdings hätte Gomez bereits nach fünf Minuten für Ruhe sorgen können. Nach einem tollen Solo von Klose und einem genauen Querpass, traf der Stuttgarter die Kugel nicht richtig und verpasste aus kürzester Distanz die Führung.

Neben dem deutlich verbesserten Klose lieferte auch Podolski im Mittelfeld wieder einmal eine eindrucksvolle Vorstellung ab. Der laufstarke Bayern-Spieler war immer gefährlich und scheiterte in seiner besten Szene mit einem satten Linksschuss am glänzend reagierenden österreichischen Keeper Jürgen Macho (22.). Letztlich blieben beide Bayern-Offensivkräfte ohne Torerfolg. In einer kampfbetonten und hitzigen Partie stand dieses Mal allerdings ausschließlich das Weiterkommen im Vordergrund.

Löw auf die Tribüne verbannt

Wie sehr die Atmosphäre aufgeheizt war, dokumentierten eindrucksvoll die beiden Trainer. Nachdem sich Löw und Josef Hickersberger an der Seitenlinie wegen einer Entscheidung zum wiederholten Male ein heftiges Wortgefecht lieferten, schickte der spanische Schiedsrichter Mejuto Gonzalez beide nach gut einer halben Stunde auf die Tribüne.

Doch das DFB-Team bestand letztlich auch ohne Bundestrainer an der Seitenlinie im Wiener Hexenkessel die Feuertaufe gegen ein bis in die Haarspitzen motiviertes österreichisches Team. Nach dem 1:0-Erfolg Kroatiens gegen Polen trifft die deutsche Nationalmannschaft als Tabellenzweiter im Viertelfinale nun am Donnerstag in Basel auf Portugal. Dann allerdings muss das Löw-Team ein paar Schippen drauflegen, damit Lahm & Co. weiterhin vom Titel träumen dürfen.

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