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EM beendet

Luca Toni muss die Koffer packen

Drei Spiele lang hatte Luca Toni wirklich alles versucht. 14 Torschüsse hatten die Statistiker für den baumlangen Bayern-Stürmer in der Vorrunde gezählt, das Resultat ist bekannt. Der 31-Jährige, der in seiner ersten Saison beim FC Bayern auf Anhieb Bundesligatorschützenkönig wurde, blieb im italienischen Trikot torlos. Sein einziger Treffer, beim Spiel gegen Rumänien, wurde zu unrecht wegen vermeintlicher Abseitsstellung aberkannt.

Toni entschloss sich somit zu seinem Schritt, der gerade für Stürmer in so einer Situation nicht selten ist: Er bediente sich dem Aberglauben. Bis zu seinem nächsten Tor werde er sich einen Bart wachsen lassen, sagte er vor dem Viertelfinal-Spiel gegen Spanien. So lief der große Frauen-Schwarm gegen die Iberer mit einem ungewohnten Schnauzbart auf, und dürfte damit nicht nur seine weiblichen Fans irritiert haben.

Il Bomber ohne Abschlussglück

Geholfen hat es allerdings nicht. Toni blieb auch im vierten EM-Spiel torlos und hat nach dem italienischen Ausscheiden im Elfmeterschießen auch keine weitere Chance mehr, seine Bilanz aufzubessern. Luca Toni, genannt auch „Il Bomber“, kehrt den Europameisterschaften in Österreich und der Schweiz schon nach dem Viertelfinale den Rücken.

„Es tut mir sehr leid, dass ich kein Tor gemacht habe. Weniger für mich persönlich, als für das Team", erklärte Toni nach dem Ausscheiden: „Bis zu diesem Viertelfinale war ich trotz meiner Torflaute zufrieden, weil ich in jedem Spiel meinen Beitrag geleistet habe und wir weitergekommen sind. Nach Elfmeterschießen auszuscheiden, ist aber schon bitter."

Klose freut sich auf Abendessen

„Er hat geschrieben, sein bester Freund ist der Ball und der macht nicht das, was er will“, berichtete Miroslav Klose am Wochenende. Der deutsche Mittelstürmer hatte sich in den letzten Tagen per SMS mit seinem Münchner Klubkollegen ausgetauscht. Beide hatten vor dem Turnier eine Wette abgeschlossen, wer die meisten Tore erzielen würde. Der Einsatz: ein festliches Abendessen.

Klose, Torschütze zum 2:0 beim deutschen 3:2-Viertelfinalsieg gegen Portugal, kann also schon mal die Münchner Gastroszene nach einer geeigneten Lokalität aussuchen. Toni hingegen bekommt nun früher als von ihm erwartet die Gelegenheit, Jürgen Klismann, seinen neuen Trainer beim FCB, kennen zu lernen. So um den 15. Juli herum wird das wahrscheinlich passieren. Klose wird dann noch im dreiwöchigen EM-Urlaub sein.

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