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Klinsmanns Team

Nick Theslof, der Assistenz-Trainer-Scout

Seine eigene Spielerkarriere musste Nick Theslof schon früh verletzungsbedingt beenden. Dafür ist er jetzt auf bestem Wege, als Trainer alles nachzuholen. Als Assistenz des neuen Bayern-Coaches Jürgen Klinsmann soll er mithelfen, die Spieler des Rekordmeisters in ihren individuellen Fähigkeiten zu stärken. Erfahrung darin hat er zur Genüge als Trainer in den USA gesammelt. Für ein paar Monate war er sogar Coach von Klinsmann selber. „Für mich aber auch für die anderen Jungs in der Mannschaft war das natürlich eine tolle Sache, mit so einem ehemaligen Weltstar wie Jürgen zusammen zu arbeiten“, erinnert sich Theslof, der schon ganz gespannt seiner neuen Tätigkeit beim Rekordmeister entgegenblickt.

Das Interview mit Nick Theslof

fcbayern.de: Nick, man sieht Sie schon seit einigen Wochen immer wieder mal an der Säbener Straße. Sieht so aus, als ob Sie sich perfekt auf Ihren neuen Arbeitgeber vorbereiten wollen?
Nick Theslof: „Ja, das stimmt. Ich bin schon seit Ende April in München. Zum einen, um intensiv Deutsch zu lernen. Zum anderen natürlich, um den Klub besser kennen zu lernen. Ich habe mich bisher aber meistens beim junior team und in der Scouting-Abteilung von Wolfgang Dremmler aufgehalten. Das war sehr interessant für mich. Mit der Profi-Mannschaft hatte ich noch keinen Kontakt, denn ich wollte mich bewusst noch total im Hintergrund bewegen.“

fcbayern.de: Wie ist Ihr Eindruck vom FC Bayern?
Theslof: „Es ist einfach wunderbar hier. Bayern München ist einer der besten Klubs der Welt, selbst in den USA kennt ihn jeder Fußball-Fan. Alles läuft sehr professionell ab. Und auch München als Stadt gefällt mir sehr gut. Ich wohne zwar noch im Hotel, bin aber jetzt auf der Suche nach einer Wohnung.“

fcbayern.de: Sie kennen Jürgen Klinsmann schon etwas länger, waren sogar mal sein Trainer.
Theslof: „Richtig. Das war bei einem Drittliga-Klub in den USA, bei dem Jürgen nach seiner Karriere unter dem Pseudonym Jay Goppingen noch ein paar Spiele bestritten hat. Ich war damals Trainer und Manager des Klubs. Für mich aber auch für die anderen Jungs in der Mannschaft war das natürlich eine tolle Sache, mit so einem ehemaligen Weltstar wie Jürgen zusammen zu arbeiten. Was beeindruckend war: Er hat sich nie etwas auf seine Karriere eingebildet. Er war einfach nur ein Teil der Mannschaft.“

fcbayern.de: Und seitdem halten Sie den Kontakt zum ihm aufrecht?
Theslof: „Ja. Wir haben damals schon immer sehr intensiv über den Fußball weltweit diskutiert. Vor der Weltmeisterschaft hat mich Jürgen dann gefragt, ob ich in seinem Team unter Urs Siegenthaler als Scout mitarbeiten möchte. Ich habe dann 2006 19 Spiele für ihn gesehen. Und wie es scheint, hat Jürgen meine Arbeit gefallen.“

fcbayern.de: Ihre Tätigkeit beim FC Bayern wird aber ein bisschen anders sein, oder?
Theslof: „In erste Linie werde ich als Assistenztrainer bei der Trainingsarbeit dabei sein und nur bei Bedarf in der Scouting-Abteilung mithelfen. So ist es vorgesehen. Ich bin wirklich sehr glücklich, in dieser Phase beim FC Bayern dabei zu sein. Ich denke die nächsten Wochen und Monaten werden für alle Beteiligten - Spieler, Trainer, Verantwortliche und auch Fans - sehr spannend.“

fcbayern.de: Was wird denn gerade für die Spieler an Neuem dazukommen?
Theslof: „Jürgens Philosophie ist es ja, jeden einzelnen Spieler in seinen Fähigkeiten zu stärken und damit gleichzeitig auch das Team. Aus diesem Grund wurde auch das Profihaus zum Leistungszentrum umgebaut. Es wird für die Spieler alles getan, um sich in einem positiven Umfeld bestmöglich weiter zu entwickeln.“

fcbayern.de: Welche positiven Einflüsse können Sie aus ihrer Arbeit in den USA mitbringen?
Theslof: „Ich habe in den USA mit einigen der besten Talenten zusammen gearbeitet und da speziell im individuellen Bereich. Ich weiß, wie man Spieler individuell besser machen kann, technisch, taktisch.“

fcbayern.de: Inwieweit kennen Sie Sich mit der Bundesliga und dem europäischen Fußball aus?
Theslof: „Ich bin als 15-Jähriger in das Jugendinternat des PSV Eindhoven gekommen. Zwei Jahre lang war ich dort und habe in dieser Zeit viele Spiele live gesehen - und natürlich mit den Mitspielern und Trainern viel über Fußball geredet. Ich weiß also über die europäischen Ligen Bescheid und wie der Fußball hier funktioniert."

Das Interview führte: Dirk Hauser

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