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Rot für Schweinsteiger

Podolskis Tor gegen Kroatien zu wenig

Die deutsche Nationalmannschaft muss nach der ersten Niederlage bei der Europameisterschaft in Österreich und in der Schweiz um das Weiterkommen bangen. Das Team von Bundestrainer Joachim Löw verlor am Donnerstag gegen Kroatien mit 1:2 (0:1) und konnte dabei in keiner Phase des Spiels an die gute Leistung beim 2:0-Auftaktsieg gegen Polen anknüpfen.

„Wir hätten heute die Chance gehabt, mit einem Bein ins Viertelfinale einzuziehen. Wir hätten die Chance gehabt, vieles klar zu machen. Das ist uns nicht gelungen, aber noch ist es nicht zu spät“, sagte Bundestrainer Joachim Löw nach dem verdienten Erfolg der Kroaten, die nach dem 1:1 zwischen Österreich und Polen bereits als Gruppensieger feststehen.

Podolskis dritter Saisontreffer

Besonders im ersten Abschnitt lief bei der deutschen Mannschaft kaum etwas zusammen. Darijo Srna (24.) brachte die Kroaten in Führung, Ivica Olic (62.) baute diese nach der Pause auf 2:0 aus. „Wir haben schlecht angefangen, die erste Halbzeit war nicht gut. Das war läuferisch zu wenig. Wenn jeder einen Schritt weniger macht, dann fällt das Spiel so aus. Da muss sich jeder an die eigene Nase fassen“, kommentierte Philipp Lahm, einer der wenigen mit Normalform im DFB-Team.

Mit seinem bereits dritten Turniertreffer im 50. Länderspiel ließ Lukas Podolski in der 79. Minute die Hoffnungen bei den Deutschen, die mit der gleichen Startformation wie im Polen-Spiel angetreten waren, noch mal aufkeimen. Doch mit viel Einsatz und Geschick brachten die Kroaten den knappen Sieg über die Runden. „Es ist schwer jetzt Einzelkritik zu üben, aber alle haben unter den Möglichkeiten gespielt, die sie haben“, sagte Löw.

Harte Strafe gegen Schweinsteiger

In einer hektischen Schlussphase handelte sich Bastian Schweinsteiger zu allem Überfluss noch eine Rote Karte wegen einer vermeintlichen Tätlichkeit ein. „Wir haben vor dem Spiel gesagt, dass wir uns nicht provozieren lassen dürfen. Das hat er da gemacht“, sagte Löw zu der Szene, als Schweinsteiger nach einem Tritt von hinten seinen Gegenspieler Jerko Leko im Aufstehen wegschubste. „Es war eine Unsportlichkeit, aber keine Tätlichkeit", verteidigte Löw den Münchner.

Schweinsteiger, in der 66. Minute eingewechselt, hatte zuvor neuen Schwung ins lahme Offensivspiel der Deutschen gebracht. Wie schon gegen Polen, als der technisch beschlagene Mittelfeldakteur
entscheidend am 2:0 beteiligt war, fügte er sich auch diesmal wieder gut ein. In der 72. Minute schoss er fast den Ausgleich, dazu spulte er in den nur 24 Einsatzminuten immerhin ein Laufpensum von 2,97
Kilometern ab - am Ende umsonst.

Nachbarduell zum Abschluss

Zum Abschluss der Vorrunde trifft Deutschland am Montag in Wien auf Österreich. „Da wird eine andere Mannschaft auf dem Platz stehen“, kündigte der Bundestrainer an. Kroatien spielt dann zeitgleich gegen Polen. Dem DFB-Team reicht bereits ein Unentschieden, um hinter Kroatien ins Viertelfinale einzuziehen.

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