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'Todesgruppe' C

Ribéry und Toni droht vorzeitiges EM-Aus

Nicht Weltmeister Italien mit Bayern-Star Luca Toni und auch nicht dessen Klubkollegen Franck Ribéry und Willy Sagnol mit dem WM-Zweiten Frankreich - nein, nach dem zweiten Spieltag der Vorrunden-Gruppe C haben sich die Niederlande bereits als Erster für das EM-Viertelfinale qualifiziert. Sowohl Toni als auch Ribéry und Sagnol hingegen droht das vorzeitige Aus.

Die Italiener kamen am Freitag gegen Außenseiter Rumänien nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus. Vor 30.000 Zuschauer im Züricher Letzigrund hatte Adrian Mutu die Rumänen in Führung gebracht (55.). Christian Panucci glich postwendend aus (56.). In der 81. Minute hatte Italien-Legionär Mutu sogar die große Chance zum Siegtreffer, Torwart Gianluigi Buffon hielt jedoch den äußerst fragwürdigen Elfmeter glänzend.

Fehlentscheidung gegen Toni

Toni blieb auch in diesem Spiel vom Abschlusspech verfolgt. Zwar war der 31-Jährige ein ständiger Unruheherd in der rumänischen Abwehr, bekam aber zu selten verwertbare Bälle von seinen Mitspielern. Pech hatte der Bundesliga-Torschützenköning in der Nachspielzeit von Hälfte eins, als ein klarer Treffer wegen vermeintlicher Abseitsstellung von Schiedsrichter Övrebö aberkannt wurde. „Wäre mein Tor gegeben worden, wäre das Spiel anders verlaufen", so Toni.

Noch bitterer Verlief der Abend für die Franzosen mit Ribéry und Sagnol beim 1:4 (0:2) gegen Holland. Vor 30.777 Zuschauern im ausverkauften Stade de Suisse in Bern erzielten Dirk Kuyt (10.), die eingewechselten Robin van Persie (59.) und Arjen Robben (72.) sowie Wesley Sneijder (90.+2) die Tore für das Oranje-Team. Thierry Henry gelang zwischenzeitlich nur der Anschluss für die schwache Equipe Tricolore (71.).

Ribéry in guter Form

Ribéry zeigte dabei eine starke Vorstellung und sorgte mit seinen Tempo-Dribblings immer wieder für große Gefahr in der Defensive von Oranje. Im Abschluss fand Frankreichs Bester aber stets seinen Meister in Torhüter-Routinier Edwin van der Sar. Sagnol hatte seine beste Szene mit einem beherzten Flügellauf bei der Vorlage zum zwischenzeitlichen Anschlusstreffer von Henry.

Mit zwei klaren Siegen gegen beide WM-Finalisten haben sich die Holländer schon vor dem letzten Spieltag als Gruppensieger für das Viertelfinale qualifiziert. Auf Platz zwei folgt mit zwei Punkten Rumänien, das mit einem Sieg gegen die Niederlande aus eigener Kraft ebenfalls in die K.o.-Runde einziehen kann.

FCB-Profis im direkten Duell

Auf Schützenhilfe der bislang beeindruckend starken Holländer müssen die Bayern-Profis hoffen, die am Dienstag im direkten Duell aufeinander treffen. Sowohl Italien als auch Frankreich haben einen Punkt auf dem Konto bei einem Torverhältnis von 1:4. Der Verlierer bei der Neuauflage des WM-Finales von 2006 muss sicher die Koffer packen, der Sieger hat je nach Ausgang der anderen Partie dieses vermieden und kann weiter vom EM-Titel träumen.

„Wir geben uns nicht auf. Wir müssen jetzt noch einmal alles geben und noch besser spielen. Wir können das schaffen", gab sich Toni kämpferisch

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