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Ein Spiel Sperre

Rot-Sünder Schweini fehlt gegen Österreich

Bastian Schweinsteiger muss nach seiner Roten Karte im Spiel gegen Kroatien keine lange Sperre bei der Europameisterschaft absitzen. Der Bayern-Profi wurde von der Disziplinar-Kommission der UEFA lediglich für das Gruppenfinale gegen Österreich gesperrt und könnte somit ab dem Viertelfinale wieder mitwirken – sofern sich das DFB-Team für die K.o.-Runde qualifiziert.

Der 23-jährige Mittelfeldspieler hatte bei der 1:2-Niederlage in der Nachspielzeit nach einem Tritt von hinten seinen Gegenspieler Jerko Leko im Aufstehen weggeschubst. Dieses Vergehen wurde nun von der Disziplinar-Kommission als unsportliches Verhalten und nicht als Tätlichkeit bewertet

Kritik vom Bundestrainer

„Der Platzverweis ist natürlich frustrierend, aber ich habe nach dem Tritt von hinten an meinen eh schon lädierten Knöchel einen stechenden Schmerz verspürt und falsch reagiert“, versuchte der 23-Jährige sein Handeln zu erklären.

Bundestrainer Joachim Löw beurteilte die Rote Karte als harte Strafe für Schweinsteiger, meinte aber auch: „Wir haben vor dem Spiel gesagt, dass wir uns nicht provozieren lassen dürfen. Das hat er da gemacht.“ Ähnlich äußerte sich Mannschaftskapitän Michael Ballack:

Daumen drücken auf der Tribüne

„Es ist immer unnötig, wenn man sich provozieren lässt und Rote Karten kassiert, die vermeidbar sind. Er ist ein junger Spieler, aber er ist mit über 50 Länderspielen auch erfahren genug, dass ihm das nicht passieren sollte.“ Löw ergänzte: „Damit hat er sich selbst und auch der Mannschaft geschadet. Damit hat er uns allen keinen Dienst erwiesen Glücklichereise ist er nur ein Spiel gesperrt."

Beim entscheidenden Gruppenfinale gegen Österreich in Wien will Schweini auf der Tribüne „kräftig die Daumen drücken. Ich glaube fest an unser Team und daran, dass wir den Einzug ins Viertelfinale schaffen werden.“ Das DFB-Team wäre schon mit einem Unentschieden in der nächsten Runde.

Der Portugal-Schreck

Dort würde dann der Gegner Portugal heißen. Die Mannschaft von Trainer Felipe Scolari hat in Gruppe A bereits den Gruppensieg sicher. Und gegen die Portugiesen hat Schweini ja allerbeste Erinnerungen. Beim 3:1-Sieg im Spiel im Platz drei bei der WM vor zwei Jahren war er mit zwei Toren Mann des Abends.

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