präsentiert von
Menü
Performance-Abteilung

Bayerns Topteam für die Fitness

Viel ist neu, viel ist anders. Beim FC Bayern weht seit gut zwei Wochen ein neuer Wind. Der neue Trainer Jürgen Klinsmann hat nicht erst seit seinem Amtsantritt am 30. Juni einiges verändert. Ob Leistungszentrum, Acht-Stunden-Tag oder Einbindung eines Sportpsychologen - für die Spieler des Rekordmeisters ist fast nichts mehr so, wie es in den letzten Jahren war.

Die wohl größte Veränderung gab es aber wohl in Sachen Trainerteam. Neben seinen beiden Assistenten Martin Vasquez und Nick Theslof stehen Klinsmann in Oliver Schmidtlein, Thomas Wilhelmi, Marcelo Martins und Darcy Norman vier Fitnesstrainer zur Seite, die das individualisierte Training für die Bayern-Profis weiter vorantreiben werden. Getreu Klinsmanns Philosophie, jeden Spieler jeden Tag besser machen zu wollen.

Mehr Einfluss auf die Spieler

„Man hat hier viel mehr Möglichkeiten als bei einer Nationalmannschaft“, erklärt Schmidtlein die Vorzüge seiner neuen Arbeit. „Wir haben nach der WM insgeheim immer gehofft, dass man diese Arbeit so auch bei einem Verein fortführt. Da kann man die Spieler viel intensiver bearbeiten. Bei der Nationalmannschaft ist so ein Konzept immer ein Kompromiss aufgrund des begrenzten Zeitraumes. Beim Verein hat man die Möglichkeit, das ganze Jahr hinweg Einfluss zu nehmen auf die Spieler.“

Schmidtlein, der nach einjähriger Abstinenz wieder zum Double-Gewinner zurückgekehrt ist und mit Klinsmann bereits bei der Nationalmannschaft erfolgreich zusammengearbeitet hat, fungiert als „Kopf“ der Gruppe. Der 43-Jährige koordiniert seine Kollegen und dient sowohl als Ansprechpartner für Klinsmann als auch für die medizinischen Abteilung, mit der beispielsweise das Reha-Programm von verletzten Spielern gründlich abgestimmt wird.

Performance-Abteilung

„Thomas, Darcy und ich werden uns den aktiven Reha-Bereich teilen“, erklärt Schmidtlein die Aufgabenverteilung der neuen „Performance-Abteilung“. Marcelo Martins dagegen wird „näher an der Mannschaft sein“ und damit vorrangig in die tägliche Trainingsarbeit eingreifen. Der gebürtige Brasilianer, der zuletzt für die Fitness der Nationalmannschaft Katars verantwortlich zeichnete, wird vor allem Koordination, Fitness und vorbereitende Übungen im Kraftraum und auf dem Platz durchführen.

Auch wenn das Fitnessteam erst seit gut zwei Wochen im täglichen Miteinander aktiv ist, so kennt sich das Quartett bereits seit längerer Zeit. „Ich kenne sie alle schon seit 2006“, sagt Thomas Wilhelmi, der Martins und Norman bei „Athlete‘s Performance“, dem renommierten Trainingscenter für Spitzensportler vom amerikanischen Fitness-Experten Mark Verstegen kennen gelernt hat.

Traineranzahl noch im unteren Bereich

„Bei der Zusammenstellung des Teams hat neben dem menschlichen und fachlichen Faktor auch mit reingespielt, dass es Typen sind, die sich mit den Spielertypen beim FC Bayern gut verstehen werden“, begründet Klinsmann die Auswahl seiner Kollegen. Vor allem Martins soll auch als Bindeglied zur Südamerika-Fraktion dienen. Schmidtlein: „Mit ihm haben wir ganz bewusst einen Mann aus diesem Kulturkreis genommen. Dazu ist er noch ein exzellenter Fachmann.“

„Wichtig ist, dass die Spieler nicht nur meine Stimme hören, sonst wird das vielleicht irgendwann zu viel“, nennt Klinsmann einen weiteren Grund für die Zusammenstellung eines großen Trainerteams. Im Vergleich zu anderen Klubs wie dem FC Chelsea oder Inter Mailand sei die Traineranzahl beim FC Bayern noch überschaubar. „Ich kenne Jose Mourinho, ich weiß, wie viele Leute er um sich hat. Da sind wir im ganz unteren Bereich.“

Phantastische Erfahrung

„Es ist eine große Ehre für mich, beim FC Bayern Teil des Trainerteams von Jürgen Klinsmann zu sein“, zeigt sich Martins angetan von seinem neuen Job. „Das ist bisher der beste Ort, an dem ich gearbeitet habe.“ Und Darcy Norman, gebürtiger Kanadier, ergänzt: „Ich bin beeindruckt von den Jungs. Sie sind unglaublich freundlich und voll bei der Sache. Bisher ist das hier eine phantastische Erfahrung für mich.“

Weitere Inhalte