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Neuzugang Nummer zwei

Borowski spürt das 'Bayern-Gen'

Tim Borowski hat seinen Platz gefunden. Gleich neben Hans-Jörg Butt hat der 28 Jahre alte Neuzugang des FC Bayern am Donnerstagmorgen seinen Spind in der Umkleidekabine bezogen. Dass die beiden einzigen „Neuen“ des Rekordmeisters, die dazu noch beide aus dem hohen Norden stammen, nebeneinander sitzen, dürfte dabei wohl eher zufälliger Natur sein.

Ganz und gar nicht zufällig dagegen ist, dass Borowski nach vielen erfolgreichen Jahren bei Werder Bremen künftig für den FC Bayern spielt. „Nach zwölf Jahren in Bremen habe ich eine neue Herausforderung gesucht“, berichtete Borowski an seinem ersten Arbeitstag an der Säbener Straße. „Ich will Titel holen und Erfolge feiern“, gab der 33-malige Nationalspieler als Hauptargument für seinen Wechsel nach München an.

Wiedersehen mit Klinsmann

Die Entscheidung, Werder zu verlassen, habe er bereits Ende letzten Jahres getroffen. Als dann der FCB sein Interesse an der Verpflichtung des Mittelfeldspielers bekundet hat, sei alles ganz schnell gegangen. „Der FC Bayern ist eine der besten Adressen weltweit. Ich denke, dass man da nicht lange überlegen sollte, hierher zu gehen“, meinte Borowski, der künftig das Trikot mit der Nummer 24 tragen wird.

Dass kurz nach seiner Entscheidung pro Bayern die Verpflichtung von Jürgen Klinsmann als neuer Trainer bekannt gegeben wurde, habe ihn in seinem Entschluss bestätigt. „So etwas nimmt man wohlwollend auf, natürlich war ich happy und habe mich umso mehr auf diese Aufgabe gefreut“, so Borowski, der unter dem Bundestrainer Klinsmann zu einer festen Größe in der Nationalmannschaft avanciert ist.

Letzte Saison toppen

Umso motivierter geht der gebürtige Neubrandenburger die Aufgabe bei seinem neuen Arbeitgeber an. „Es sollte der Anspruch sein, die letzte Saison zu toppen“, gab Borowski die Zielsetzung für die bevorstehende Spielzeit aus. Bedeutet im Klartext: Neben der Verteidigung des Doubles will man auch in der Champions League möglichst weit kommen. „Wir wollen international richtig gute Akzente setzen.“

Dabei hofft Borowski, „ein großer Bestandteil“ dieses Erfolges zu werden. Natürlich sei er sich des großen Konkurrenzkampfes beim Rekordmeister bewusst. „Den hat man überall, auch wenn der Druck hier noch ein bisschen größer ist.“ Doch das habe er „vorher gewusst“ und sei deshalb „gewappnet. Diesem Kampf stelle ich mich auch und freue mich darauf.“

Bayern-Gen verinnerlicht

Welche Rolle er in Klinsmanns Planungen einnehmen wird, weiß Borowski noch nicht. „Es ist von Vorteil, dass ich flexibel einsetzbar bin. Ich kann in der zentralen Position spielen, habe aber auch bewiesen, dass ich auf den Außenpositionen spielen kann.“ In jedem Fall fühle er sich „richtig gut, topfit. Ich freue mich, jetzt richtig Gas zu geben.“ Und auch das berühmte Bayern-Gen hat er an seinem ersten Tag an der Säbener schon verinnerlicht. „Das spürt man von der ersten Minute an. Hier steht der Erfolg an erster Stelle.“

Auch privat hat sich der „ruhige und familiäre Typ“ (Borowski über Borowski) schon akklimatisiert. Gemeinsam mit Ehefrau Lena und Töchterchen Emilia hat „Boro“ im „schönen Südwesten von München“ ein Haus bezogen. Seinen zweieinhalbwöchigen Urlaub nach dem EM-Finale hat er fast komplett in München verbracht, „zum Einleben und um Stadt und Leute kennen zu lernen.“ Tim Borowski, da besteht kein Zweifel, hat seinen Platz gefunden.

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