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Intensive Trainingsarbeit

Der Ball ist immer dabei

Laut geht es zu dieser Tage an der Säbener Straße. Das liegt aber weniger an den Umbauarbeiten auf dem Trainingsgelände des FC Bayern, die sich nach rund sieben Wochen in den Endzügen befinden, sondern vielmehr an der Trainingsarbeit auf dem Platz. Egal ob von Neu-Trainer Jürgen Klinsmann oder einem seiner Assistenten - immer wieder schallen lautstarke Kommandos über den Trainingsplatz..

Jeden Spieler jeden Tag zu verbessern, so lautet Klinsmanns Philosophie, mit der er bereits die deutsche Nationalmannschaft auf den dritten Platz bei der WM 2006 geführt hat. Und bereits nach vier Tagen Trainingsarbeit in der Saisonvorbereitung ist zu erkennen, dass Mark van Bommel & Co. diese Philosophie verinnerlicht haben und voll bei der Sache sind.

Ein paar Prozentpunkte Steigerungspotenzial

„Die Spieler haben unsere Methoden bisher sehr gut angenommen“, berichtet Assistenztrainer Martin Vasquez auf Anfrage von fcbayern.de. Mit „sehr intensiver Trainingsarbeit“ (Klinsmann) sollen die Grundlagen für einen erfolgreichen Saisonverlauf gelegt werden. Im Mittelpunkt der Arbeit steht dabei stets der Ball. „Die Spieler kommen aus dem Urlaub zurück und wir müssen neben der physischen Vorbereitung auch die fußballerische vorantreiben“, erklärt Vasquez.

Jede Einheit beginnt im Fitnessraum des neuen Leistungszentrums, wo die Spieler 30 bis 40 Minuten gezieltes Training absolvieren. Dazu wurde am ersten Tag mittels verschiedener Tests ein Ist-Zustand jedes Spielers festgestellt. Vasquez: „Ob in Sachen Beweglichkeit, Kraft oder Stabilität - die Spieler arbeiten nach ihren individuellen Bedürfnissen.“ Im Klartext: In jedem Bereich gibt es noch ein paar Prozentpunkte Steigerungspotenzial.

Gezielte Vorbereitung

Anschließend erfolgt die Arbeit auf dem Trainingsplatz. Nach einer intensiven Aufwärmphase, in der Thomas Wilhelmi, Marcelo Martins und Darcy Norman das Sagen haben, geht es in der ersten Woche zu den spezifischen Ballübungen. Dabei wirkt das Aufwärmen schon vorbereitend. „Die Idee ist, die Spieler in einer dynamischen Form aufzuwärmen, damit sie dann gut vorbereitet sind für die weitere Trainingsarbeit“, sagt Vasquez.

Der komplette Trainingsablauf, vom Aufwärmen bis zum Ende, ist „Schritt für Schritt durchgeplant, die einzelnen Übungen bauen aufeinander auf.“ So werden beispielsweise im Aufwärmprogramm bereits später folgende Bewegungsabläufe simuliert und beanspruchte Muskelgruppen gezielt auf die anstehenden Belastungen vorbereitet.

Ballarbeit steht im Mittelpunkt

Viel Ballarbeit steht in den ersten Trainingstagen auf dem Programm, Passspiel, Ballan- und -mitnahme werden in Kleingruppen durchexerziert. Vasquez: „Wir möchten, dass unsere Spieler viel mit dem Ball arbeiten, damit sie, wenn es an die Spiele geht, genügend Vertrauen in ihre Fähigkeiten haben.“ Hinzu kommt die Förderung des Spielverständnisses mit den Mitspielern, damit jeder weiß, wie der andere den Ball am besten verarbeiten kann.

Wer genau hinschaut, kann sich bereits ein Bild davon machen, was Klinsmann und sein Team von den Spielern in dieser Saison erwarten. „Wir werden Schritt für Schritt ein Spielsystem aufbauen, das agierend, bestimmend und dominierend sein soll“, hatte der frühere Weltklassespieler angekündigt. Und Vasquez ergänzt: „Wir wollen eine Mannschaft sein, die schnell umschaltet, die Chancen kreiert, die taktisch in der Lage ist, sich an jedwede Situation anzupassen.“

Auch Torhüter beim Balltraining

Um dieses Ziel zu erreichen, wird also bereits jetzt gezielt trainiert. „Jeder hat seine Methoden, aber wir sind davon überzeugt, dass diese neuen Methoden den Spielern am ehesten helfen werden, sie optimal auf die Saison vorzubereiten - und damit auch das Team“, erläutert Vasquez. Stundelange Waldläufe wird es unter Klinsmann und seinem Trainerstab jedenfalls nicht geben.

Auffällig ist auch, dass die Torhüter ebenfalls am Balltraining teilnehmen, ehe sie ihr spezifisches Torwarttraining absolvieren. „In erster Linie müssen sie gute Torhüter sein, die ihren Strafraum beherrschen. Aber wenn sie darüber hinaus mit dem Ball umzugehen wissen und Vertrauen in ihre fußballerischen Fähigkeiten haben, ist das ein Plus für sie als Torwart und für die gesamte Mannschaft“, begründet Vasquez diese Maßnahme. Es wird auch in den nächsten Tagen lautstark zugehen beim FC Bayern.

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