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Rummenigge:

'Die letzten Prozentpunkte sind sehr wichtig'

Am Wochenende absolvierte der FC Bayern das erste Vorbereitungsspiel auf die neue Saison. Jürgen Klinsmann und seine Mannschaft gewannen in Lippstadt mit 7:1. „Ich glaube, der FC Bayern hat sich dort sehr gut verkauft“, sagte Karl-Heinz Rummenigge am Tag danach im FCB.tv-Interview. Der Vorstands-Chef des FC Bayern wäre bei der Partie in seiner Geburtsstadt gerne dabei gewesen, musste aufgrund der Hochzeitsfeier seiner Tochter aber passen. Bei FCB.tv sprach er zudem über die Transferplanungen des FCB, Franck Ribérys Heilungsprozess, das neue Leistungszentrum und dessen Baukosten.

Karl-Heinz Rummenigge über…

… das erste Vorbereitungsspiel in Lippstadt: „Ganz Lippstadt war schon vor dem Spiel in einem Hype. Wie ich gehört habe, ist man jetzt sehr´begeistert vom Auftreten unsere Mannschaft. Ich glaube, der FC Bayern hat sich dort sehr, sehr gut verkauft. Jürgen Klinsmann macht einen guten Job, da gibt es wenig kritische Ansätze.“

… das neue Leistungszentrum: „Ich denke, es ist eine sehr sinnvolle Geschichte. Wir wissen, dass im heutigen Profifußball die letzten Prozentpunkte sehr, sehr wichtig sind. Wenn man in der Champions League weit kommen will, muss man alles aus der Mannschaft rausholen, was geht. Mit diesem modernen Leistungszentrum ist das möglich. Es ist sehr wissenschaftlich angelegt, aber es ist auch eine Wohlfühloase für die Spieler, die in ihrer Freizeit sonst immer beäugt werden. Hier können sie sich ganz relaxed dem Fußball widmen. Das alles ist nicht nur für die Bundesliga etwas Neues, sondern möglichweise für die ganze Fußballwelt. Ich komme ja viel rum, aber etwas Vergleichbares habe ich noch nicht gesehen. Ich denke, wir können darauf stolz sein.“

… über die in den Medien kolportierten 18,5 Millionen Euro Baukosten für das Leistungszentrum und die Transferpolitik des FCB: „Es hat alles, nur nicht diese 18,5 Millionen Euro gekosten. Es waren rund 20 Prozent dieser kolportierten Summe – gut, dass ich das hier mal klarstellen kann. Auch davon hätte man sicherlich einen kleinen Transfer machen können, aber wir haben einen guten Kader beisammen, der letztes Jahr eine sehr erfolgreiche Saison gespielt hat. Wir haben nicht die Notwendigkeit gesehen, da etwas Dramatisches zu verändern. Wir haben eine Mannschaft, die sich im letzten Jahr zusammengefunden hat und gespickt ist mit Superstars und tollen Spielern. Wir möchten dieser Mannschaft ganz einfach auch die Zeit geben, sich einzuspielen, sich zu finden und mit diesem Teamgeist mehr aus sich herauszuholen. Wenn ich an die Mannschaft von 2001 erinnere: da gab es jedes Jahr auch nur maximal drei neue Spieler. Im letzten Jahr waren es acht, jetzt sind es mit Hans-Jörg Butt und Tim Borowski zwei. Wir glauben, dass ist genug. Außerdem haben wir einen Kader von 24 Leuten, mehr brauchen wir nicht. Wir hätten uns nur dem Thema Einkäufe gewidmet, wenn ein Spieler uns um die Freigabe gebeten hätte. Aber das war nicht der Fall.“

… Neuigkeiten von Franck Ribéry: „So wie es aussieht, kommt er bald zurück, um sich untersuchen zu lassen. Wenn alles normal verläuft, wird er in nicht allzu ferner Zukunft die Platte am Syndesmoseband entfernt bekommen. Dann dürften die prognostizierten acht Wochen ausreichen, dass er wieder in den Trainingsbetrieb einsteigen kann.“

… Olympiaabstellungen beim FC Bayern: „Stand heute ist es so, dass Jose Sosa und Breno von uns freigestellt werden. Wir sind der Meinung, dass für diese jungen Leute das Turnier ein guter Erfahrungswert ist. Wir haben aber von Anfang an gesagt, dass Spieler, die über 23 Jahre alte sind, wie Demichelis oder Lucio, nicht freigestellt werden können, weil wir in dieser Zeit schon DFB-Pokal und Bundesliga spielen.“

Das komplette Interview mit dem FCB-Vorstandschef sehen Sie bei FCB.tv.

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