präsentiert von
Menü
Idol der 60er Jahre

FC Bayern trauert um Rudi Nafziger

Der FC Bayern trauert um Rudolf Nafziger. Nach langer Krankheit verstarb eines der größten Idole des deutschen Rekordmeisters aus den 60er Jahren am vergangenen Sonntag im Kreis seiner Familie. Am 11. August wäre der ehemalige Rechtsaußen 63 Jahre alt geworden, er hinterlässt eine Tochter.

„Das ist eine traurige Nachricht für den FC Bayern“, sagte Gerd Müller, der Mitte der 60er Jahre vom schnellen, trickreichen und schussstarken Nafziger mit Flanken gefüttert wurde. „Ohne Rudi hätte ich damals sicherlich nicht so viele Tore erzielen können.“

Europapokalheld 1967

Nafziger wurde als 16-Jähriger beim FC Gauting für den FC Bayern entdeckt. 1964 wechselte er an die Säbener Straße und war schon in seiner ersten Saison einer der Leistungsträger in der Mannschaft, die 1965 in der Regionalliga Süd die Meisterschaft feierte und den Bundesliga-Aufstieg schaffte.

1966 gewann er mit dem FC Bayern den DFB-Pokal und verteidigte diesen Titel ein Jahr später. Auch beim ersten Erfolg des FCB im Europapokal, dem Gewinn des Pokalsieger-Cups 1967, war er dabei. 1968 verließ Nafziger den FC Bayern und wechselte zum FC St. Gallen in die Schweiz. Hannover 96 und Linzer ASK waren die weiteren Stationen seiner Karriere.

Beerdigung am Freitag

„Er wird mir immer als ein flotter Rechtsaußen in Erinnerung bleiben“, sagte Werner Olk, damals Kapitän des FC Bayern. „Ich habe ihn noch vor wenigen Wochen zusammen mit den damaligen Mitspielern Peter Kupferschmidt, Adi Kunstwadl und Mucki Brenninger im Krankenhaus besucht“, erzählte Olk, „wir wussten, wie es um den Rudi stand.“

Schon bei der 50-Jahr-Feier der Europapokalhelden von 1967 im vergangenen Jahr fehlte Nafziger. „Da konnte er schon nicht mehr kommen“, sagte Olk. Katsche Schwarzenbeck meinte: „Es ist traurig, dass der Rudi gegangen ist.“ Nafziger wird am kommenden Freitag um 11 Uhr auf dem Gautinger Friedhof beigesetzt.

Weitere Inhalte