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Sagnol greift an

'Ich möchte mein altes Niveau erreichen'

Frisch verheiratet, Nachwuchs unterwegs und das frühe EM-Aus abgehakt - mit neuem Schwung ist Willy Sagnol in seine neunte Saison beim FC Bayern gestartet. An Motivation mangelt es dem dienstältesten Profi im FCB-Kader dabei nicht, ganz im Gegenteil. Denn Sagnol will nach langer Verletzungszeit noch einmal angreifen. „Ich möchte mein altes Niveau wieder erreichen“, sagte er am Freitag.

Nach zweieinhalb Wochen Urlaub in Südfrankreich, in denen er seine langjährige Lebensgefährtin heiratete, fühlt sich der 31-Jährige „sehr gut. Ich freue mich, jetzt wieder auf dem Platz zu stehen.“ Dass er mit Frankreich schon nach der Gruppenphase bei der EM gescheitert ist, darüber will er gar nicht sprechen. „Für mich ist die EM vorbei“, betonte er.

Nie wieder für Frankreich?

Sagnol überlegt sogar, seine Nationalmannschaftskarriere ganz zu beenden. Mit Frankreichs Nationaltrainer Raymond Domenech habe er darüber schon gesprochen, erzählte er. „Er hat mir gesagt, es wäre sehr schade, wenn ich aufhöre.“ Dennoch erwägt Sagnol, nach 58 Länderspielen einen Schlussstrich zu ziehen. „Ich habe mich noch nicht entschieden.“

Die Konzentration des Rechtsverteidigers gilt jetzt in erster Linie dem FC Bayern. Die Deutsche Meisterschaft - es wäre seine sechste - sei das „Minimalziel“, sagte er. Doch sein neues Fußballjahr ist vor allem von einem persönlichen Ziel geprägt: Sagnol will noch einmal seine Klasse beweisen. In der letzten Saison hatte er dazu kaum Gelegenheit.

Kampf um einen Stammplatz

„Erst war ich zehn Monate verletzt, dann war die Situation im März, April, Mai nicht einfach für mich“, blickte der 31-Jährige zurück. Im April 2007 hatte er einen Knorpelschaden im rechten Knie erlitten und war danach lange ausgefallen. Erst zur Rückrunde der letzten Saison konnte er wieder voll angreifen, doch es gelang ihm nicht, seinen Stammplatz zurückzuerobern. Ein Bandscheibenvorfall im März zwang ihn zudem zu einer weiteren Pause.

Doch das ist Vergangenheit. „Ich werde jeden Tag hart arbeiten“, kündigte er an. Der Rechtsverteidiger weiß: Gerade auf seiner Position tobt der Konkurrenzkampf, mit Philipp Lahm und Christian Lell hat er gleich zwei Rivalen. „Jeder muss sein Bestes geben. Der Trainer entscheidet dann, wer spielt“, meinte Sagnol.

Alles für den FCB

Das gilt auch für die offene Kapitänsfrage. „Ich würde sehr gern die Binde nehmen, aber der Trainer entscheidet“, sagte Sagnol, der als dienstältester Profi ohnehin eine wichtige Rolle innerhalb der Mannschaft einnimmt. „Wenn man acht Jahre in einem Verein gespielt hat, muss man natürlich seine Erfahrung teilen“, meinte er. Und das wird er auch tun, denn Sagnol stellte klar: „Mein Herz schlägt für den FC Bayern.“

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