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FCB spielt 4-4-2

Klinsmann glaubt fest an Podolski

Europameister Spanien spielte so, die deutsche Nationalmannschaft ab dem Viertelfinale gegen Portuagl und die beiden WM-Finalisten Frankreich und Italien auch - beim EM-Turnier war bei vielen Mannschaften eine klare Tendenz zum 4-5-1-System zu beobachten. Für Jürgen Klinsmann ist das aber kein Modell für seine Mannschaft beim FC Bayern

„Ich bin kein Freund des 4-5-1. Es ist ein ganz brutaler Job für einen Stürmer, alleine vorne gegen vier Verteidiger zu spielen. Da besteht die Gefahr, dass dieser Stürmer über einen längeren Zeitraum hinweg verbrannt wird“, sagte Klinsmann am Donnerstag. Der neue Chefcoach tendiert klar zu einem 4-4-2: „Wir haben drei Topstürmer, um die uns viele, viele Klubs beneiden. Von denen setzte ich keine zwei auf die Bank.“

Poldi für Klinsmann kein Außenspieler

Klinsmann betonte, dass er in der kommenden Saison nicht nur auf Torschützenkönig Luca Toni und Nationalstürmer Miroslav Klose, sondern auch ganz besonders auf Lukas Podolski setzt. „Ich habe ihm in der Zeit bei der Nationalmannschaft viel geholfen und kann ihn charakterlich und sportlich sehr gut einschätzen. Ich weiß, wie ich ihn anzupacken habe und denke, wir werden noch viel, viel Freude an ihm haben“, sagte der 43-Jährige.

Im Gegensatz zu Nationalttrainer Joachim Löw bei der EM will Klinsmann „Poldi“ nicht im linken Mittelfeld einsetzen. „Lukas ist für mich kein Außenbahnspieler, sondern ein zentral ausgerichteter Stürmer, der eher mal hinter dem Keilstürmer spielen kann, aber im Zentrum sein muss. Seine Tore schießt er um den 16- Meter-Raum herum, die schießt er nicht von Linksaußen.“

Kaderplanungen aktuell abgeschlossen

Podolski sei immer noch im Entwicklungsprozess und Klinsmann hat sich fest vorgenommen, „ihn auf das nächste Level zu bringen.“ Deswegen erteilte der ehemalige Bundestrainer auch allen Wechselspekulationen um den 23-Jährigen ein Ende. „Lukas hat noch zwei Jahre Vertrag hier, die Frage stellt sich gar nicht. Ich werde mir viel Mühe geben, dass sich Lukas beim FC Bayern wohlfühlt“, sagte Klinsmann.

Für den Bayern-Coach sind „Stand heute“ die Personalplanungen des FCB für die neue Saison abgeschlossen. „Wir planen fest mit den Spielern, die wir haben und sind happy mit diesem Kader. Er ist qualitativ top besetzt und von der Anzahl fast überbesetzt.“ Klinsmann gab allerdings zu bedenken: „Wenn sich auf einmal irgendwelche Dinge auftun, die zu internen Diskussionen mit dem Vorstand führen könnten, werden wir das machen.“

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