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Kapitänsfrage

Klinsmann will sich Zeit lassen

Auch am Mittwoch war die Trainingsgruppe des FC Bayern recht überschaubar. Gerade Mal 15 Spieler standen Jürgen Klinsmann bei der Einheit am Vormittag zur Verfügung, darunter waren drei Torhüter, zwei Spieler aus dem Amateurkader von FCB-II-Coach Hermann Gerland und dazu nach Gastspieler Joseph Ngwenya. Der Grund dafür ist bekannt: Ein Dutzend Profis befinden sich derzeit noch im Urlaub.

Als Erster davon wird Zé Roberto in München erwartet. Der Brasilianer soll im Laufe der Woche das Training aufnehmen. Am Mittwoch den 9. Juli rechnet Klinsmann mit der Rückkehr von Martin Demichelis, Lucio und Willy Sagnol. Sechs Tage später endet der Urlaub von Luca Toni. Und zu guter Letzt werden am 17. Juli die deutschen Nationalspieler Philipp Lahm, Marcell Jansen, Tim Borowski, Miroslav Klose, Lukas Podolski und Bastian Schweinsteiger sowie der türkische Halbfinalist Hamit Altintop (Klinsmann: „Er hat eine Bomben-Europameisterschaft gespielt“) das Training aufnehmen.

Individuelles Training für Späteinsteiger

Der FCB-Chefcoach kündigte an, mit allen Späteinsteigern gezielt im individuellen Bereich arbeiten zu wollen. „Unser Trainingsprogramm ist darauf ausgerichtet, wann wer kommt. Wir haben einen großen Stab von Leuten, damit wir täglich auf die Spieler einzeln eingehen können“, sagte Klinsmann bei seiner ersten Pressekonferenz am Mittwoch in der Allianz Arena.

Nachteile dadurch im Hinblick auf das Leistungsvermögen seiner Mannschaft beim Saisonstart am 15. August gegen den Hamburger SV sieht Klinsmann nicht. „Wenn es ein paar Wochen längern dauern wird, sogar in die Saison hinein, dann ist das auch kein Problem. Wir denken über das ganze Jahr hinweg.“

Klinsmann will einen guten Kommunikator als Kapitän

Wegen der vielen Späteinsteiger will sich Klinsmann auch Zeit lassen, was die Nachfolge von Oliver Kahn als Kapitän angeht. „Ich möchte, dass alle Spieler erst mal ein paar Wochen zusammen sind. Dann beobachte ich mal, wer welche Führungsaufgaben übernimmt, wer in der Mannschaft ein guter Kommunikator ist“, sagte Klinsmann.

Das Kapitänsamt beim FCB sei eine sehr, sehr wichtige Aufgabe, betonte der 42-Jährige, der sich bei der Auswahl auch auf seine gutes Menschengefühl verlassen will: „Das ist eine sehr bedeutende Rolle, gerade nach Oliver Kahn. Deswegen werde ich ihn auch selbst bestimmen, bevor es in die Bundesligasaison geht.“

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