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Neuzugang Oliver Stierle

'Wir werden die Klasse halten'

Eine turbulente Saison hat Oliver Stierle hinter sich. Mit seinem Ex-Club Stuttgarter Kickers schaffte der Linksverteidiger erst im letzten Spiel den Sprung in die neue dritte Liga. Damals wusste Stierle noch nicht, dass er künftig nicht mit Stuttgart, sondern mit dem FC Bayern in der neuen Klasse spielen wird. Zwar teilte ihm sein Berater mit, dass Beobachter aus München ein Auge auf ihn geworfen hätten. Stierle wollte sich vor dem wichtigen letzten Spiel aber noch keine Gedanken darüber machen - was durchaus für den Charakter des Ex-Kickers-Kapitäns spricht.

Erst nach dem Saisonfinale fand ein Gespräch mit dem FCB statt, verriet er fcbayern.de: „Sie haben mir dann gesagt, dass sie starkes Interesse an mir haben. Da hab ich erst mal geschluckt. FC Bayern, zweite Mannschaft - wie kommt das?“ Stierle ist neben Manuel Duhnke und Torwarttalent Maximilian Riedmüller einer von drei externen Neuzugängen für das Team von Hermann Gerland. Die übrigen Spieler rekrutierte der FCB II aus der eigenen Jugend.

FCB ist erste Wahl

Stierle, der auch Angebote von einigen Zweitligateams hatte, entschied sich aber bewusst für München: „Ich habe für zwei Jahre unterschrieben und möchte mich hier weiterentwickeln, fußballerisch und persönlich. Hier herrschen ganz andere Verhältnisse als in Stuttgart.“ Der erste Eindruck bestätigte seine Entscheidung: „Ich bin super aufgenommen worden, auch von Herrn Werner Kern. Bei uns in Stuttgart war das anders, wenn ein Neuer kam. Das hat mich schon positiv überrascht.“

Auch mit Blick in die Zukunft, war Bayern München die erste Adresse: „Auf den FC Bayern wird immer ein Auge von verschiedenen Scouts geworfen, und wenn man da gute Leistungen bringt, ist man sofort in der zweiten Liga, wenn nicht sogar in der Bundesliga. Das war natürlich schon ein Grund, warum ich gesagt habe‚ 'das musst du probieren'.“

'Immer 100 Prozent'

Doch davor kommt erst einmal viel Arbeit auf den 25-Jährigen zu. „Die Vorbereitung hier ist schon härter als bei Stuttgart. Man trainiert einfach mehr und muss mehr laufen. Ich bin schon ein bisschen kaputt“, gab er zu. Was auch am neuen Trainer liegt, dem Stierle zu Folge schon sein Ruf voraus geeilt ist. „Ich habe davor schon gehört, dass Herr Gerland ein ziemlich harter Hund ist", verriet er mit einem Augenzwinkern. Nach bislang zweieinhalb Wochen Training ergänzte er aber: „Wenn man immer Gas gibt, hat man keine Probleme mit ihm. Ich bin sowieso ein Typ, der immer 100 Prozent gibt. Bei mir gibt’s keine 80 oder 90 Prozent - bei mir gibt’s nur 100 Prozent.“

Diese werden auch nötig sein, um sich im Kader der FCB-Amateure zu etablieren. In Stuttgart noch eine feste Größe, muss sich der Defensivmann im Kampf um die begehrten Plätze in Gerlands Team erst einmal durchsetzen. „Die Konkurrenz ist sehr hart. Ich werde aber alles dafür tun, um zu spielen. Ich hoffe, dass ich im ersten Spiel gegen Union Berlin spielen werde und der Trainer Vertrauen in mich hat. Das kann ich ihm dann zurückgeben“, gibt sich Stierle kämpferisch.

Souverän in Liga drei

Für zusätzlich Motivation dürfte auch der neue Chefcoach des Profiteams sorgen. „Beim ersten Training war Jürgen Klinsmann da und hat sich mit seinen ganzen Trainern vorgestellt. Er hat gesagt, dass er die zweite Mannschaft immer im Blick haben wird, auch bei den Spielen. Wenn er nicht kann, will er einen Beobachter schicken“, berichtete der Neuzugang.

Zunächst gilt es aber, sich in der dritten Liga zu beweisen. Doch Stierle blickt dieser Aufgabe optimistisch entgegen: „Wir haben sehr viele junge talentierte Spieler. Von den Einzelspielern her sind wir besser ausgestattet als so mancher Drittligist." Sollte die Mannschaft einen guten Start haben, könne sie durchaus oben mitspielen, erläuterte er und fügte hinzu: „Auf jeden Fall werden wir die Klasse halten.“

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