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Letztes FCB-Jahr

Zé Roberto will den Titel in der 'Königsklasse'

Die Trophäensammlung von Zé Roberto kann sich durchaus sehen lassen, doch der 84-malige brasilianische Nationalspieler will in seinem letzten Jahr beim FC Bayern noch einen draufsetzen: „Die Champions League ist mein großes Ziel in dieser Saison, ich werde alles versuchen, um sie zu gewinnen“, kündigte er am Montag nach dem Training in München an.

Einen Tag nach seinem 34. Geburtstag kündigte der Mittelfeldspieler zugleich seinen Abschied vom Rekordmeister zum Saisonende an. „Das wird mein letztes Jahr beim FC Bayern. Nur noch diese Saison, dann ist es vorbei“, sagte Zé Roberto, der anschließend „noch zwei, drei Jahre“ weiterspielen will, ehe er seine Karriere im Alter von 37 oder 38 Jahren beenden wird.

Keine Alternative zum FCB

Dabei schloss der Vize-Weltmeister von 1998 aber einen Wechsel innerhalb der Bundesliga („Wenn man so lange beim FC Bayern gespielt hat, dann gibt es in Deutschland keine Alternative“) ebenso aus wie eine vorzeitige Rückkehr in seine brasilianische Heimat, wo er zwischen seinen beiden Münchner Engagements in der Saison 2006/07 beim FC Santos gespielt hatte.

Doch bevor er sich zum zweiten Mal aus München verabschiedet, will der Filigran-Techniker noch einmal zum großen Wurf ausholen und nach einjähriger Zwischenstation im UEFA-Cup endlich den ersehnten Titel in der „Königsklasse“ gewinnen. 2002 hatte er mit Bayer Leverkusen schon einmal das Champions-League-Finale erreicht. Bei der 1:2-Niederlage in Glasgow gegen seinen Ex-Klub Real Madrid durfte er aber wegen einer Gelb-Sperre nicht mitwirken.

Viel verändert

Große Hoffnungen setzt der dreifache Familienvater dabei in den neuen Trainer Jürgen Klinsmann. „Ich glaube, der Trainer hat auch dieses Ziel. Es hat sich viel verändert. Klinsmann ist mit einer neuen Philosophie, einem neuen Projekt nach München gekommen“, bemerkte Zé und zeigte sich begeistert von den Neuerungen an der Säbener Straße.

„Unglaublich, was hier in so kurzer Zeit geschaffen wurde“, sagte er bereits am vergangenen Freitag, nachdem er das neue Leistungszentrum besichtigt hatte. „Es hat sich einiges verändert und alle sind sehr zufrieden“, ergänzte er am Montag. Dabei begrüßte er ausdrücklich die Einrichtung des so genannten Acht-Stunden-Tages während der Saisonvorbereitung: „Ich finde das sehr positiv, so können wir die ganze Zeit konzentriert arbeiten.“

Vier Doubles

Auch die Trainingsarbeit unter Klinsmann und dessen Team findet Zé „wunderbar. Ich habe lange nicht mehr so viel mit dem Ball gearbeitet. Früher bin ich in der Vorbereitung viel gelaufen“, meinte der Brasilianer, der in der jüngsten Rangliste des Fachmagazins „kicker“ gemeinsam mit Mark van Bommel in der Wertung „defensives Mittelfeld“ in der „internationalen Klasse“ vertreten ist.

Ansprüche, auf welcher Position er in seiner Abschiedssaison zum Einsatz kommen soll, stellt auch ein etablierter Profi wie Zé Roberto nicht. „Ich will spielen, egal wo“, sagte er, stellte dabei aber auch klar, dass ihm die defensive Rolle vor der Abwehr in der vergangenen Saison durchaus entgegen kam.

Auch ohne weitere spektakuläre Neueinkäufe hält Zé den aktuellen Kader des deutschen Rekordmeisters für stark genug, damit Klinsmann daraus „eine gute Mannschaft bauen kann.“ Gute Voraussetzungen, um nach vier „Doubles“ mit dem FC Bayern zum Abschluss noch einmal zum ganz große Wurf auszuholen.

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