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Florenz, Lyon, Steaua

Bayerns CL-Gegner im Portrait

AC Florenz, Olympique Lyon, Steaua Bukarest - am Donnerstag wurden die Gruppengegner des FC Bayern in der Champions League ausgelost. fcbayern.de stellt die drei Rivalen des Rekordmeisters in Gruppe F vor.

AC Florenz

67 Spiele, 47 Tore - eine Person macht das erste Aufeinandertreffen des FC Bayern auf den AC Florenz zu einem ganz besonderen Duell. Luca Toni spielte vor seinem Engagement beim FC Bayern zwei Jahre lang beim Klub aus der Toskana (2005-07), wurde hier 2006 mit 31 Treffern Torschützenkönig der Serie A und Gewinner des Goldenen Schuhs als erfolgreichster Torjäger Europas.

Gut ein Jahr nach seinem Abschied von der Fiorentina feiert Toni jetzt ein Wiedersehen mit seinem Ex-Klub, der in der vergangenen Saison auch ohne ihn weiter erfolgreich war. In der Serie A kam Florenz auf den vierten Platz und schnappte damit dem AC Mailand einen Champions-League-Platz weg, im italienischen Pokal erreichte das Team von Trainer Cesare Prandelli das Viertel-, im UEFA-Pokal das Halbfinale.

„Mit Adrian Mutu und Alberto Gilardino verfügt Florenz über einen ganz starken Angriff“, warnte Miroslav Klose vor den Offensivqualitäten der Italiener, die ihre Heimspiele im Stadio Artemio Franchi (47.500 Zuschauer) austragen. Mark van Bommel meinte: „Florenz ist unser größter Konkurrent um Platz eins.“ Gegen den FC Bayern hat die Fiorentina bislang noch nie gespielt, größte Erfolge der Vereinsgeschichte sind der Gewinn des Europapokals der Pokalsieger (1961), zwei Meisterschaften (1956, 1969) sowie sechs Pokalsiege (zuletzt 2001).

Olympique Lyon

An den französischen Serienmeister hat der FC Bayern ganz spezielle Erinnerungen. Unvergessen ist die 0:3-Niederlage gegen Olympique in der Champions-League-Zwischenrunde 2000/01, die Franz Beckenbauer auf dem anschließenden Bankett zu seiner legendären Wutrede („Uwe-Seeler-Traditionsmannschaft“) verleitete. Anschließend holten die Bayern den Titel.

Im Gedächtnis des FC Bayern verankert, ist außerdem das bislang letzte Aufeinandertreffen in der Vorrunde 2003, bei dem ausgerechnet Ex-Bayer Giovane Elber das 2:1-Siegtor für Lyon in München erzielte. Insgesamt ging der FC Bayern nur einmal in vier Spielen als Sieger gegen Lyon vom Platz (1:0 im November 2000).

Olympique galt lange als Geheimfavorit der Champions League, die französische Liga dominieren sie seit Jahren. Sieben Mal in Folge hieß der Meister in Frankreich zuletzt immer Lyon, auch 2008. Vier Mal gewann Lyon zudem den Pokal, international fehlt dem Klub von Präsident Jean-Michel Aulas allerdings noch ein Erfolg.

Die Stars im Team des neuen Trainers Claude Puel sind der brasilianische Freistoß-Spezialist Juninho sowie der 20-jährige französische Nationalstürmer Karim Benzema. Seine Heimspiele trägt Lyon im Stade Municipal de Gerland aus, wo 40.480 Zuschauer Platz finden.

Steaua Bukarest

Man muss in den Geschichtsbüchern lange zurückblättern, um ein Spiel des FC Bayern gegen Steaua Bukarest zu finden. Im März 1972, im Viertelfinale des Europapokals der Pokalsieger, trafen beide Klubs zum letzten und bisher einzigen Mal aufeinander. 1:1 spielten die Bayern damals in der rumänischen Hauptstadt, ein 0:0 im Rückspiel in München reichte zum Weiterkommen. Ein Sieg des deutschen Rekordmeisters gegen Steaua steht also noch aus.

Doch auch dieses Mal droht Bukarest, ein unangenehmer Gegner zu werden, vor allem auswärts. Das 28.000 Zuschauer fassende Ghencea-Stadion gilt als „Hexenkessel“ und „Tempel des rumänischen Fußballs“. Denn auf keinem anderen Fußballplatz in Rumänien wurden so viele Erfolge gefeiert wie hier. 23 Meisterschaften und 20 Pokalsiege hat Steaua national gewonnen, internationale Höhepunkte waren der Gewinn des Europapokals der Landesmeister sowie des europäischen Supercups 1986.

Die vergangene Saison beendete Steaua, das hauptsächlich einheimische Akteure im Kader hat, als Vizemeister. In der Champions-League-Gruppenphase scheiterte der ehemalige Armee-Klub als Gruppenletzter an Arsenal, Sevilla und Slavia Prag. In der Qualifikation für die neue Champions-League-Saison setzte sich die von Ex-Nationalspieler Marius Lacatus trainierte Elf aber immerhin gegen Galatasaray Istanbul durch. Man darf den erfolgreichsten Klub Rumäniens also nicht unterschätzen.

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