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Nerlinger im Interview

'Ein sehr interessantes Duell'

Seit gut zwei Monaten ist Christian Nerlinger als Teammanager beim FC Bayern tätig. Eine Zeit mit einem „gewaltigen Lerneffekt“, wie der ehemalige Bundesligaprofi (156 Spiele, 27 Tore) des Rekordmeisters im Gespräch mit fcbayern.de verriet. Am Samstag begleitet der 35-Jährige sein Team in seine Geburtsstadt Dortmund, wo im zweiten Bundesligaspiel der erste Sieg rausspringen soll. Mit fcbayern.de sprach Nerlinger über die Rivalität zwischen BVB und FCB und über die Faszination des Dortmunder Stadions.

Das Interview mit Christian Nerlinger

fcbayern.de: Herr Nerlinger, seit gut zwei Monaten sind Sie als Teammanager beim FC Bayern tätig. Wie fällt Ihr erstes Zwischenfazit aus?
Christian Nerlinger: „Mir macht die Arbeit sehr viel Spaß, ich habe das noch keine Sekunde bereut, im Gegenteil. Neben den Dingen, die ich in die tägliche Arbeit einbringen will, ist natürlich auch ein gewaltiger Lerneffekt vorhanden. Ich lerne den Verein neu kennen, so, wie man ihn als Spieler eben nicht kennenlernt, weil man auf andere Dinge fokussiert ist. Jetzt habe ich Kontakt mit allen Abteilungen und sehe dadurch, wie ein großer Verein wie der FC Bayern München funktioniert.“

fcbayern.de: Am Samstag geht es zum zweiten Mal innerhalb eines Monats nach Dortmund. Beim Supercup gab es eine 1:2-Niederlage, diesmal geht es um Bundesligapunkte. Was kann man vom FC Bayern erwarten?
Nerlinger: „Wir sind mit einem Punkt gegen den Hamburger SV gestartet. Das ist in Ordnung, aber wir wollen natürlich von Anfang an oben dabei sein. Ich bin sehr optimistisch und voll von unserer Mannschaft überzeugt.“

fcbayern.de: Also gibt es in Dortmund den ersten Saisonsieg?
Nerlinger: „Das werden wir sehen. Gegen den HSV hatten wir einige Spieler nicht dabei, das sieht jetzt auch wieder besser aus, unsere Verletztenliste wird immer kleiner. Wir müssen einfach schauen, dass sich die Mannschaft Schritt für Schritt nach vorne entwickelt. Die Saison ist sehr lang und auch wenn der Start nicht so glückt, wie man es sich erhofft, ist es alles andere als ein Weltuntergang. Wir müssen unseren Weg weitergehen, das ist das Wichtigste. Trotz allem bin ich davon überzeugt, dass wir ein sehr, sehr gutes Spiel abliefern und in Dortmund gewinnen werden.“

fcbayern.de: Jürgen Klinsmann sprach von einem „Highlight“ für jeden Spieler, in Dortmund spielen zu können. Was macht diese Faszination Dortmund aus?
Nerlinger: „Die Atmosphäre in Dortmund ist bekannt. Das ist mit das schönste Auswärtsspiel, wenn das Stadion ausverkauft und die Stimmung gut ist. Es ist ein reines Fußballstadion mit über 80.000 Zuschauern, sehr steile Ränge. Und man kennt die Begeisterung der Fans im Ruhrgebiet, die eine sehr leidenschaftliche Einstellung zu ihrem Verein haben. Hinzu kommt diese Rivalität aus den 90er Jahren, als der BVB mit Meisterschaft und Champions-League-Sieg dem FC Bayern Paroli geboten hat. Deshalb ist das nach wie vor ein sehr interessantes Duell.“

fcbayern.de: Sie sind genau in dieser Zeit von München nach Dortmund gewechselt. Wie sind Sie damals beim BVB empfangen worden?
Nerlinger: „Ich bin sehr gut aufgenommen worden. Für ich war das damals nicht nur ein sportlicher Schritt sondern auch für mich als Persönlichkeit ein wichtiger. Mir ist es damals sehr, sehr schwer gefallen, wegzugehen, aber als Persönlichkeit hat es mich sicherlich reifer gemacht. Ich bin sportlich wie privat aus meinem gewohnten Umfeld raus und musste auf eigenen Beinen stehen, von daher war es ein sehr, sehr wichtiger Schritt.“

fcbayern.de: Vielen Dank für das Gespräch.

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