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Erster Arbeitstag

Massimo Oddo schwitzt und staunt

Einen Tag nach seinem Wechsel zum FC Bayern ist Massimo Oddo am Freitagvormittag gleich kräftig ins Schwitzen geraten. Im Leistungszentrum des Rekordmeisters durchlief der Italiener Beweglichkeits- und Ausdauertests, danach ging es auf den Trainingsplatz, wo er 20 Minuten lang an einem Trainingsspiel der Mannschaft teilnahm, bevor er noch ein individuelles Ausdauerprogramm absolvierte.

Am Nachmittag endete Oddos erster Arbeitstag an der Säbener Straße. Der 32-Jährige flog zurück nach Mailand. „Es ging alles zu schnell. Ich muss erst mal mein Leben organisieren“, erzählte er im Interview mit FCB.tv. Am Sonntag wird Oddo in München zurückerwartet.

Der erste Eindruck, den der italienische Nationalspieler vom FC Bayern gewonnen hat, war überwältigend. „Ich wusste, dass ich zu einem großen Klub und zu einer großen Mannschaft wechsle. Aber als ich heute hier ankam und das alles gesehen habe - da kann der Eindruck nur positiv sein“, sagte er. Jürgen Klinsmann erzählte: „Als er das Leistungszentrum gezeigt bekommen hat, da hat er schon gestaunt.“

Wenig überraschend war für alle Beteiligten hingegen der Wechsel Oddos vom AC Mailand zum FC Bayern. „Es gab schon letztes Jahr Kontakte zu Bayern, die sich dann wieder verloren haben“, berichtete Oddo, „jetzt wollte ich von Milan weggehen und mehrere Klubs waren im Rennen. Dann hat sich Bayern wieder eingeschaltet.“ Und plötzlich ging alles sehr schnell.

Aufgrund der Verletzungen von Hamit Altintop und Willy Sagnol habe man überlegt, noch einmal auf dem Transfermarkt tätig zu werden, erklärte Klinsmann. Zudem war den Bayern bekannt, dass Oddo nach der Verpflichtung Gianluca Zambrottas den AC Mailand verlassen wollte. „Wir wussten um die Situation in Mailand“, sagte Klinsmann. So kam zusammen, was zusammen gehörte.

„Mit Massimo haben wir einen Spieler verpflichtet, der schon seinen Mann gestanden hat, der ohne weiteres in unser System passt und der Qualitäten mitbringt, die uns weiterhelfen“, freute sich Klinsmann über seinen Neuzugang, der den Konkurrenzkampf auf der rechten Seite beleben soll. „Er kann beides spielen: Rechtsverteidiger und rechtes Mittelfeld“, berichtete der FCB-Chefcoach.

Auch Oddo selbst ist froh über den Wechsel zum FC Bayern. „Hierher zu kommen, war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte“, sagte der italienische Weltmeister, Champions-League- und Weltpokalgewinner. Auch mit dem FC Bayern will er Titel einfahren und seinen Teil dazu beitragen. „Ich will zeigen, dass ich mein Geld wert bin“, betonte er, „das geht aber nur mit der Unterstützung der ganzen Mannschaft.“ Oddo ist zuversichtlich, diese Unterstützung auch zu bekommen. „Mein erster Eindruck ist, dass wir hier eine sehr starke Truppe haben.“

Besonders kann Oddo natürlich auf die Hilfe seines Landsmanns Luca Toni bauen, auf und außerhalb des Platzes. „Wenn man sein Land verlässt, in eine neue Kultur und neue Liga geht, riskiert man einiges“, erzählte er, dass er sich auch deswegen für den FC Bayern entschieden hat, weil sein Kollege aus der italienischen Nationalmannschaft in München ist. „Dass Luca beim FC Bayern ist, war schon ein Grund. Er hat mir sehr viel Gutes von Bayern berichtet.“

Schon in wenigen Tagen werden beide gemeinsam im FCB-Trikot auflaufen. Beim Abschiedsspiel von Oliver Kahn am Dienstag wird Oddo erstmals im Kader des deutschen Rekordmeisters stehen. „Da ist er dabei“, erzählte Klinsmann. Massimo Oddo ist jetzt ein Bayer.

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