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Jansen und Borowski

Nationalspieler hoffen auf Comeback

Etwas überraschend fehlte sein Name am Sonntag beim Pokalspiel in Erfurt auf dem Mannschaftsbogen: Marcell Jansen musste seinen Einsatz beim Drittligisten kurzfristig absagen, nachdem er wenige Tage zuvor im Training über ausstrahlende Schmerzen im rechten Bein geklagt hatte.

Eine „müde Rückenmuskulatur“ und eine daraus resultierende Nervenstörung wurden als Ursache für Jansens Beschwerden ausgemacht. „Ich habe die Vorbereitung drei Wochen durchgezogen, das kannte ich gar nicht“, meinte Jansen am Dienstag in München und spielte damit auf die letzten Jahre an, als er immer wieder wegen Verletzungen pausieren musste.

Geduld mitbringen

Darum würden ihn die jüngsten Beschwerden auch nicht weiter beunruhigen, versicherte der Linksverteidiger. Diese könnten nach den Belastungen der letzten Wochen durchaus auftreten, „da muss ich etwas Geduld mitbringen.“ Mit gezieltem Einzeltraining arbeitet Jansen auf eine baldige Rückkehr ins Mannschaftstraining hin.

Das soll ihm dank des neuen Leistungszentrums und der neuen Fitnesstrainer möglichst noch in dieser Woche gelingen. „Ich fühle mich da sehr wohl, ich kann viel spezieller arbeiten, das tut mir gut“, meinte Jansen. Ob er beim Bundesligastart am Freitagabend gegen den Hamburger SV dabei ist, vermochte er aber noch nicht vorherzusagen.

Borowski auf einem guten Weg

Auch Tim Borowski musste in Erfurt passen, er laboriert noch an den Folgen einer Innenbanddehnung im linken Knie. „Der Heilungsprozess verläuft super“, meinte 28 Jahre alte Mittelfeldspieler. „Ich bin froh, dass nichts gerissen ist“, zeigte er sich erleichtert, dass die im Training erlittene Blessur letztlich „nichts Dramatisches ist.“

„Boro“ ist guter Dinge, dass er am Freitag gegen die Hanseaten zumindest wieder im Kader des Rekordmeisters steht. „Ich bin auf einem guten Weg und hoffe, dass es noch klappt.“ Von seinem Trainingsstand sieht Borowski keine Probleme, auch wenn er in den letzten zwei Wochen kaum mit der Mannschaft trainieren konnte.

Kaum Spielpraxis

Durch das intensive Individualtraining „denke ich nicht, dass so viel verloren habe, eher im Gegenteil“, so Borowski. Einzig die Spielpraxis sei ein wenig „zu kurz gekommen.“ Lediglich im Supercup gegen Borussia Dortmund kam der Nationalspieler für 45 Minuten zum Einsatz, ehe er sich verletzte.

In einem Gespräch mit Trainer Jürgen Klinsmann will Borowski in den nächsten Tagen erörtern, ob mit einem Comeback gegen den HSV zu rechnen ist. „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, meinte Borowski, für den aber die vollständige Genesung absolute Priorität genießt. „Hauptsache ist, dass das Band wieder so fest ist, wie es vorher war.“

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