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'Die richtigen Argumente'

Podolski und Klose lassen Tore sprechen

Japanische Reporter, eine Übersetzerin, Fernsehkameras, Mikrofone, Scheinwerfer - die Aufmerksamkeit in den Katakomben des Saitama-Stadions gehörte Lukas Podolski. Höflich beantwortete er jede Frage der einheimischen Journalisten, am Ende murmelte er mit einem Grinsen „Arigato! Arigato! - Danke! Danke!“, verbeugte sich kurz und weg war er. Podolski hatte es eilig. Seine Siegerehrung wartete.

Beim 4:2 (3:0)-Sieg des FC Bayern gegen die Urawa Red Diamonds wurde Podolski zum „Mann des Spiels“ gewählt. Dafür erhielt er einen Scheck über 3.000 Euro - den Betrag spendete er spontan einer Kinderklinik in Saitama - und viel Lob vom Cheftrainer. „Da freut man sich mit, wenn ein Spieler ein gutes Spiel macht“, sagte Jürgen Klinsmann, „das gibt Lukas noch mehr Selbstvertrauen.“

Message angekommen

Zwei Tore hatte Podolski an diesem Abend gegen Urawa erzielt, an einem weiteren Tor war er maßgeblich beteiligt. „Das freut mich natürlich“, meinte er kurz und knapp zu seiner Leistung, „aber man darf das Spiel nicht überbewerten.“ Er komme zwar immer besser in Schwung, aber erst in „zwei, drei Wochen“ werde er wie alle EM-Nachzügler die Form besitzen, die er sich wünscht, sagte der 23-Jährige. „Es muss weitergehen.“

In Saitama hat Podolski zumindest aufsteigende Form bewiesen. „Lukas hat die Message bekommen, dass er angreifen und seine zwei Konkurrenten herausfordern muss, um sich einen Platz zu erkämpfen. Heute hat er mit den richtigen Argumenten angefangen: mit Toren“, freute sich Klinsmann über den Auftritt seines Torjägers.

Zusammenspiel mit Klose

Aber auch mit Miroslav Klose, der in Saitama ein Tor und eine Vorlage verbuchen konnte, war der FCB-Cheftrainer zufrieden: „Es war schön zu sehen, wie sich Lukas und Miro gesucht und abgestimmt haben. Beide sind viele Laufwege gegangen, für die sie nach der kurzen Trainingszeit eigentlich die Fitness noch gar nicht haben können.“

Tore versetzen aber manchmal Berge im Fußball, weiß Klinsmann aus eigener Erfahrung. „Ich war ja selbst mal Stürmer“, sagte er, „Stürmer kommen erst dann richtig in Gang, wenn sie Tore machen. Dann bekommt man automatisch mehr Selbstvertrauen, das Laufen fällt leichter, der Kopf wird frei.“ Und ein Stammplatz rückt näher.

Für fcbayern.de in Tokio: Nikolaus Heindl

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