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Wechselspiele

'Alle werden zu ihren Spielen kommen'

Ein Blick auf den Spielplan sagt alles. In den kommenden elf Wochen bis zur Winterpause stehen für den FC Bayern 17 Pflichtspiele auf dem Programm, dazu für die Nationalspieler drei Länderspiele. Macht alles in allem: 20 Spiele in elf Wochen. Jürgen Klinsmann zieht daraus die logische Konsequenz: „Wir gehen permanent in englische Wochen. Da wird es automatisch zu einem Wechselspiel kommen auf einzelnen Positionen“, erklärte er im Interview bei FCB.tv.

Im DFB-Pokalspiel gegen den 1. FC Nürnberg hat der FCB-Cheftrainer dies erstmals praktiziert. Im Vergleich zum Spiel gegen Bremen vier Tage zuvor änderte er vier Positionen: Daniel van Buyten, Mark van Bommel, Christian Lell und Lukas Podolski rutschten aus der ersten Elf, dafür spielten Massimo Oddo, Andreas Ottl, Tim Borowski und Miroslav Klose.

In Zukunft wird es solche Wechsel in der Aufstellung des Rekordmeisters öfter geben. „Um international konkurrieren und den Rhythmus Pokal-Bundesliga-Champions-League gehen zu können, müssen wir Wechselspiele machen - nicht auf allen Positionen, aber sicher auf ein paar Positionen“, erklärte Klinsmann.

Voraussetzung dafür ist ein Kader, der nicht nur breit, sondern auch qualitativ ausgeglichen ist. „Unser Kader ist sehr gut bestückt“, meinte der FCB-Trainer, „Sturm, Mittelfeld, Abwehr - wir haben überall eine doppelte Besetzung.“ Die Folge: Überall gibt es Konkurrenzkämpfe, die jetzt immer intensiver werden. „Wir haben einige Spieler, die einen Schritt nach vorne gekommen sind“, stellte der Trainer gerade bei den EM-Nachzüglern Formanstiege fest.

'Die Kurve geht nach oben'

Bestes Beispiel hierfür ist Miroslav Klose, der den FCB gegen Nürnberg mit 1:0 in Führung brachte. „Das Tor war sensationell, ein Tor des Monats“, freute sich Klinsmann für seinen Stürmer, der „langsam da hinkommt, wo er hingehört und wo er seinen eigenen Maßstab gesetzt hat. Bei ihm sieht man ganz deutlich: Die Kurve geht nach oben.“

Letzteres gelte „durch die Bank“, meinte Klinsmann, der die konstant guten Leistungen von Lahm, Bastian Schweinsteiger und Andreas Ottl hervorhob. Gegen Nürnberg ließ der Trainer zudem erstmals Tim Borowski, der den zweiten FCB-Treffer beisteuerte, und Massimo Oddo („Das hat er sehr gut gemacht.“) 90 Minuten durchspielen. „Das gibt einfach Leben in der Bude“, freute sich Klinsmann über die Konkurrenzkämpfe.

Genügend Spiele für alle

Angst davor, auf der Ersatzbank zu versauern, muss aufgrund des prall gefüllten Terminkalenders kein Spieler haben. „Alle werden zu ihren Spielen kommen. Die Saison ist sehr, sehr lange“, betonte Klinsmann, der bis zum nächsten Spiel am Samstag in Hannover über weitere Wechselspiele nachdenken wird. „Wir müssen schauen, wem wir wann eine Pause gönnen.“

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